21.09.2026
Begegnung, Vielfalt und kulinarische Genüsse
Interkulturelle Woche in Weilburg gestartet
Foto: Weilburg-TV
Eigentlich sollte die Interkulturelle Woche in Weilburg unter freiem Himmel auf dem Schlossplatz beginnen. Doch der Regen machte den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Die Eröffnung wurde deshalb kurzerhand in die Aula des Komödienbaus verlegt. Der Stimmung tat das keinen Abbruch: Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen zum Auftakt und machten die Veranstaltung zu einem gut besuchten Treffpunkt der Begegnung. Eröffnet wurde die Interkulturelle Woche von Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch gemeinsam mit dem Weltladen Weilburg und dem Integrationsbüro der Stadt. Im Mittelpunkt stand vor allem das Miteinander: Menschen unterschiedlicher Herkunft kamen miteinander ins Gespräch, tauschten sich aus und genossen gemeinsam internationale Speisen. Das Motto des Auftakts könnte dabei kaum passender sein: „Leckere Suppen treffen auf Kuchentafel“. Internationale Suppen standen einer bunten Auswahl an Kuchen und Torten gegenüber. Dazu wurden Kaffee und Tee angeboten.
Der Weltladen Weilburg gehört seit Jahren zu den Akteuren, die den Gedanken des fairen Handels und des interkulturellen Austauschs in der Stadt sichtbar machen. Auch bei der diesjährigen Eröffnung ging es deshalb um mehr als ums gemeinsame Essen: Die kulinarischen Angebote sollten vor allem Anlass sein, miteinander ins Gespräch zu kommen und unterschiedliche kulturelle Erfahrungen kennenzulernen. Bundesweit steht die Interkulturelle Woche 2026 unter dem Motto „dafür!“. Damit soll ein Zeichen für Vielfalt, Begegnung, Teilhabe und eine offene Gesellschaft gesetzt werden. Die bundesweite Initiative gibt es bereits seit 1975; sie wird unter anderem von der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie getragen.
In Weilburg ist die Eröffnung zugleich der Auftakt für eine ganze Woche mit unterschiedlichen Veranstaltungen. Bis zum 26. September stehen unter anderem ein Kinotag, ein Märchennachmittag, ein Vortrag über weltweite ökonomische und soziale Gerechtigkeit sowie der Weltkindertag auf dem Programm. So wurde aus dem Regentag im Komödienbau ein gelungener Auftakt: Statt auf dem Schlossplatz trafen sich die Menschen in der Aula – bei dampfenden Suppen, Kaffee, Kuchen und vor allem bei Gesprächen. Denn genau darum geht es bei der Interkulturellen Woche: miteinander statt nebeneinander zu leben und Vielfalt als Gelegenheit zur Begegnung zu verstehen.
Quelle:
Sabine Gorenflo DJV