10.02.2026
Bewegung, Balance und Lebensfreude in der Kampfsportabteilung des TV Weilburg
Karate als Gesundheitssport
Johannes Langner plaziert einen Oi- Zuki, den Christiane Freihold mit einem Tate Uraken kontert. Uwe Dombach
Karate hält fit, fördert das Selbstvertrauen und stärkt die Gemeinschaft – im Karate Dojo des TV Weilburg e.V. entdecken Menschen jeden Alters, wie gesund Kampfsport sein kann.
Weilburg – Wer beim Wort „Karate“ an spektakuläre Tritte und harte Kämpfe denkt, liegt nur teilweise richtig. Im Karate Dojo des TV Weilburg e.V. steht nicht der Wettkampf, sondern der Mensch im Mittelpunkt. Hier wird Karate als Gesundheitssport verstanden – als ganzheitliches Training für Körper und Geist. Über zehn lizenzierte Trainerinnen und Trainer kümmern sich um Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Altersgruppen. Und das Besondere: Es gibt keine Altersbegrenzung. Selbst Menschen mit weit über 60 Jahren trainieren regelmäßig – einige haben sogar den schwarzen Gürtel erreicht.
Fit und beweglich bis ins hohe Alter.
Karate stärkt nicht nur Muskeln und Ausdauer, sondern auch Gleichgewicht und Beweglichkeit. Gerade für ältere Menschen bietet das Training einen wirksamen Schutz vor Stürzen. Durch gezielte Übungen werden Koordination, Reaktionsfähigkeit und Körperkontrolle verbessert – eine wertvolle Form der Sturzprophylaxe. Viele Teilnehmende berichten, dass sie sich im Alltag sicherer und vitaler fühlen.
„Karate ist ein Ganzkörpertraining, das auch im Alter Spaß macht und fordert, ohne zu überfordern“, sagt einer der Trainer. Regelmäßiges Training wirkt zudem positiv auf Herz-Kreislauf-System, Bewegungsapparat und Konzentration – eine echte Gesundheitsvorsorge mit Tradition.
Mehr als Sport: Gemeinschaft und Charakterbildung.
Neben den körperlichen Effekten spielt die soziale Komponente eine große Rolle. Im Dojo des TV Weilburg trainieren Kinder, Erwachsene und Senioren gemeinsam. Man unterstützt sich gegenseitig, lernt voneinander und wächst als Gruppe zusammen. Diese Gemeinsamkeit schafft nicht nur Motivation, sondern auch Freundschaften über Generationen hinweg.
Im Training werden Werte wie Respekt, Disziplin und Rücksichtnahme vermittelt – Eigenschaften, die weit über die Matte hinauswirken. Kinder und Jugendliche lernen, mit Niederlagen umzugehen, Rückschläge zu akzeptieren und trotzdem weiterzumachen. So wird Karate auch zu einer Schule des Lebens.
Selbstvertrauen, Achtsamkeit und mentale Stärke.
Karate bedeutet wörtlich „der Weg der leeren Hand“ – und dieser Weg führt zu innerer Ruhe und Selbstbewusstsein. Das Üben erfordert Konzentration und Achtsamkeit, wodurch der Kopf frei wird. Viele Trainierende erleben das Training als Abschalten vom Alltag. Körperliche Aktivität in Kombination mit bewusster Atmung hilft, Stress abzubauen und depressiven Verstimmungen vorzubeugen.
Wer regelmäßig trainiert, entwickelt Selbstbehauptung, Durchhaltevermögen und ein gestärktes Selbstvertrauen. Diese mentale Stärke hilft nicht nur auf der Matte, sondern auch im Beruf und im privaten Leben.
Ein Sport für jedes Alter und jeden Einstieg.
Ob Anfänger oder Fortgeschrittener, jung oder alt – jeder kann jederzeit mitmachen. Das Training ist individuell anpassbar und bietet jedem die Möglichkeit, im eigenen Tempo Fortschritte zu machen.
Im Karate Dojo des TV Weilburg e.V. wird die alte Kampfkunst so zu einem modernen Gesundheitssport, der Körper, Geist und Gemeinschaft gleichermaßen stärkt. Wer einmal angefangen hat, spürt schnell, dass Karate weit mehr ist als Sport – es ist eine Lebenshaltung. Karateka kontrollieren ihre Angriffe so, dass es zwar zu einer minimalen Berührung kommt, aber so gut wie niemals zu Verletzungen. Sie kämpfen im Kumité miteinander, aber niemals gegeneinander.
Lydia Mattheis greift mit einem Mae Geri an; Nicole Phillips wehrt diesen mit einem Nagashi Uke ab und kontert mit einem Gyaku Zuki. Uwe Dombach
Den Kizami Zuki von Lydia Mattheis wehrt Manuel Reusch mit einem Jodan kamae, den Yoko Geri von Nicole Phillips dagegen mit einem Gedan shuto uke ab. Uwe Dombach
Quelle:
Uwe Dombach