18.03.2026

Auf den Spuren des Marmorabbaus

Lahn-Marmor-Museum sucht Zeitzeugen und historische Fotos

Luftaufnahme der Villmarer Marmorbrüche von 1930, links die Brüche Grethenstein“, „Unica Alt“ und „Unica Neu“, rechts die Brüche „Famosa violett“ und der „Kruppsche Bruch“. Foto: Hansa Luftbild in: Bernd Dresen, Historischer Streifzug durch die Gemarkung Villmar

Das Lahn-Marmor-Museum in Villmar treibt die Erforschung der regionalen Marmorindustrie weiter voran und bittet dabei um Unterstützung aus der Bevölkerung.

Der Abbau von Lahnmarmor begann nach heutigen Erkenntnissen bereits Ende des 16. Jahrhunderts und prägte über Jahrhunderte hinweg die Wirtschaft entlang der Lahn. Erst in den 1980er-Jahren endete diese Ära. In nahezu jeder Familie an der Lahn zwischen Wetzlar und Balduinstein gab es mindestens eine Person, die in der Marmorwirtschaft tätig war.

Um die Geschichte dieser bedeutenden Industrie noch umfassender zu dokumentieren, sucht das Museum gezielt nach alten Berichten, Dokumenten, Fotos und Abbildungen. Besonders gefragt sind Aufnahmen von Abbaustätten in Villmar sowie Einblicke in die Arbeit von Brucharbeitern und Steinmetzen.

„Unsere Sammlung ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsen, doch es gibt noch Lücken“, erklärt Initiator Rudolf Conrads. „So fehlt uns beispielsweise ein Foto des Derrickkrans im Unica-Bruch. Auch Kopien von Unterlagen sind für uns sehr wertvoll, falls Originale nicht abgegeben werden sollen.“

Wer Materialien aus privaten Beständen beisteuern kann, wird gebeten, sich direkt an das Museum zu wenden:

Rudolf Conrads
E-Mail:
Telefon: 0173 7030066

Archivarin Angelika Meuser
Telefon: 0174 4847471

Jeder Beitrag hilft dabei, ein wichtiges Stück regionaler Geschichte lebendig zu halten.

Quelle: Lahn-Marmor-Museum