30.06.2026

Weilburger Karateka meistern ihre Dan-Prüfungen

Mit Disziplin, Leidenschaft und innerer Stärke

Hermann Schmidt und Jörg Rippert vorne mit den Prüflingen hinten Uwe Dombach

Für Karateka ist er weit mehr als nur ein schwarzer Gürtel: Der Dan steht für jahrelanges Training, persönliche Entwicklung und die Bereitschaft, immer weiter an sich zu arbeiten. Umso größer war die Freude bei der Kampfsportabteilung des TV Weilburg, dass gleich sieben Sportlerinnen und Sportler ihre anspruchsvollen Dan-Prüfungen erfolgreich bestanden haben.

Die Prüfungen fanden in der Weilburger Windhofhalle statt und verlangten den Teilnehmern in den Bereichen Grundschule, Kata, Partneranwendungen und Freikampf höchste Konzentration, Präzision und mentale Stärke ab. Dabei wurde schnell deutlich: Karate ist weit mehr als ein Kampfsport. Es fördert Gesundheit, Beweglichkeit und Fitness bis ins hohe Alter – vor allem aber prägt es Persönlichkeit, Selbstvertrauen, Disziplin und den respektvollen Umgang miteinander.

Besonders stolz ist die Abteilung auf Lea Würz, Schülerin des Gymnasiums Philippinum Weilburg, die erfolgreich die Prüfung zum ersten Dan ablegte und damit erstmals den schwarzen Gürtel tragen darf. Für sie war dies der vorläufige Höhepunkt eines langen Trainingsweges, der bereits in jungen Jahren begann und viel Durchhaltevermögen erforderte. Mit ihrer erfolgreichen Prüfung reiht sie sich in die lange Liste der Weilburger Karateka ein, die durch kontinuierliches Training und großes Engagement den schwarzen Gürtel erreicht haben.

Der erste Dan gilt im Karate nicht als Abschluss, sondern vielmehr als Beginn eines neuen Lernabschnitts. Mit dem Erreichen dieser Graduierung hat der oder die Karateka einen wichtigen Meilenstein auf seinem oder ihrem Karate-Weg erreicht und die Voraussetzungen geschaffen, das technisches Können und Verständnis für die Kampfkunst künftig weiter zu vertiefen.

Die weiteren Prüflinge trugen bereits den schwarzen Gürtel und stellten sich den nächsthöheren Herausforderungen. Den zweiten Dan bestanden Heiko Pfeiffer, Nicole Philipps, Christian Eickhoff, Kai Metzler und Bernd Scherber. Gerade diese Prüfungen zeigen, dass Karate ein lebenslanger Weg ist, auf dem Erfahrung, innere Ruhe und technisches Verständnis immer stärker in den Vordergrund treten.

Besonders beeindruckte Kai Metzler, der eindrucksvoll bewies, dass man sich auch mit über 60 Jahren erfolgreich einer solchen körperlich und mental fordernden Prüfung stellen kann. Seine Leistung wurde von vielen als Zeichen dafür gesehen, wie sehr regelmäßiges Training Gesundheit, Beweglichkeit und Lebensqualität fördern kann.

Die Prüfung zum dritten Dan meisterte Daniela Langner mit einer überzeugenden Leistung. Hinter ihrem Erfolg standen viele Monate intensiver Vorbereitung, zusätzliche Trainingseinheiten und großer persönlicher Einsatz.

Als hervorragend und höchst intensiv vorbereitet auf diese Prüfung war Manuel Reusch. Eine Teilnahme scheiterte an einer Erkrankung. Dennoch nahm er sein Schicksal mit bemerkenswerter Gelassenheit. Getreu dem Vereinsmotto „Mukin Shōri“ – der Weg zum Erfolg kennt keine Abkürzung – wird er seinen Weg konsequent weitergehen. Entweder stellt er sich bei einer anderen Dan-Prüfung der Herausforderung oder wartet bis zum kommenden Jahr, wenn Hermann Schmidt erneut eine Prüfung anbieten wird.
Hinter den erfolgreichen Prüfungen liegt ein Jahr intensiver Vorbereitung mit zahlreichen zusätzlichen Trainingseinheiten und mehreren Lehrgängen. Wichtige Impulse erhielten die Weilburger Karateka dabei von Hermann Schmidt aus Ahausen und Jörg Rippest aus Zwingenberg (beide 7. Dan), die großen Wert auf technische Feinheiten, Timing und die innere Haltung legten.

Im Rahmen der feierlichen Urkundenübergabe zeigte sich Prüfer Hermann Schmidt hochzufrieden mit den Leistungen der Weilburger Karateka. „Ich bin sehr, sehr stolz auf die Sportlerinnen und Sportler. Alle haben sich über viele Monate intensiv vorbereitet und heute gezeigt, was mit Fleiß, Disziplin und der richtigen Einstellung möglich ist“, betonte Schmidt. Gleichzeitig richtete er den Blick bereits in die Zukunft: „Ich hoffe, dass wir auch im nächsten Jahr wieder ähnlich viele Teilnehmer für eine Dan-Prüfung gewinnen können. Mehrere Braungurte stehen bereits in den Startlöchern und haben das Potenzial, den nächsten Schritt zum schwarzen Gürtel erfolgreich zu meistern.“

Für die Kampfsportabteilung des TV Weilburg waren die bestandenen Dan-Prüfungen deshalb weit mehr als sportliche Erfolge. Sie stehen für Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und die Erkenntnis, dass Karate Menschen über viele Jahre hinweg begleiten und stärken kann – körperlich ebenso wie mental.

Quelle: Uwe Dombach


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