25.07.2026
Das Europäische Verbraucherzentrum informiert über neue Rechte durch den Digital Services Act
Neuer Leitfaden erklärt Verbraucherrechte im Internet
Foto: Adobe Stock / InfiniteFlow
Seit Februar 2024 gilt der Digital Services Act (DSA) in der gesamten Europäischen Union. Die Verordnung soll den digitalen Raum sicherer und transparenter machen. Da viele Verbraucherinnen und Verbraucher ihre neuen Rechte bislang kaum kennen, hat das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland einen leicht verständlichen Online-Leitfaden veröffentlicht.
Der DSA betrifft unter anderem soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und TikTok, Online-Marktplätze wie Amazon, Zalando oder Booking.com sowie Suchmaschinen wie Google und Bing. Die Verordnung stärkt die Rechte von Nutzerinnen und Nutzern in verschiedenen Bereichen des digitalen Alltags.
Mehr Transparenz und bessere Beschwerdemöglichkeiten
Plattformen müssen künftig nachvollziehbar begründen, wenn Inhalte gelöscht oder Nutzerkonten gesperrt werden. Außerdem sind sie verpflichtet, Werbung eindeutig als solche zu kennzeichnen und offenzulegen, wer sie bezahlt hat und warum sie einer bestimmten Person angezeigt wird.
Auch Online-Marktplätze stehen stärker in der Verantwortung: Sie müssen Händler sorgfältiger überprüfen, um den Verkauf illegaler oder gefährlicher Produkte zu erschweren. Verbraucher erhalten zudem bessere Möglichkeiten, rechtswidrige Inhalte oder betrügerische Angebote zu melden und Entscheidungen von Plattformen überprüfen zu lassen.
Manipulative Methoden verboten
Der Digital Services Act verbietet außerdem sogenannte „Dark Patterns“ – manipulative Gestaltungsmethoden, die Nutzer zu bestimmten Entscheidungen drängen sollen. Dazu zählen beispielsweise irreführende Hinweise wie „Nur noch ein Zimmer verfügbar“, wenn dadurch künstlicher Kaufdruck erzeugt wird.
Leitfaden zeigt Anlaufstellen bei Problemen
Der neue Online-Leitfaden des Europäischen Verbraucherzentrums erklärt außerdem, welche Möglichkeiten Verbraucher bei Streitfällen mit Plattformen haben. Vorgestellt werden unter anderem interne Beschwerdeverfahren, unabhängige Streitbeilegungsstellen, Aufsichtsbehörden sowie die Rolle sogenannter „Trusted Flagger“, deren Meldungen über rechtswidrige Inhalte von Plattformen bevorzugt bearbeitet werden müssen.
Verbraucherinnen und Verbrauchern soll dabei geholfen werden, ihre Rechte im digitalen Alltag besser zu kennen und durchzusetzen. Den Link zum Leitfaden finden Sie hier.
Quelle:
Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland