04.05.2026

Weilburger Ralph M. Gorenflo stellt in seinem neuem Werk eine beeindruckende Lebensgeschichte dar

Persönliche Erinnerungen in „Fragmente eines gelebten Lebens“

Foto: Bach

Mit „Fragmente eines gelebten Lebens“ legt der Weilburger Autor Ralph M. Gorenflo eine sehr persönliche und zugleich unterhaltsame Rückschau auf sein bewegtes Leben vor. In vielen einzelnen Episoden erzählt er von Kindheit, Jugend und späteren Lebensstationen – mal humorvoll, mal nachdenklich, aber stets nahbar.

Der in Rüsselsheim geborene Gorenflo, der heute in Weilburg lebt und sich hier auch kulturell engagiert, schildert seinen Weg vom musikbegeisterten Jugendlichen über Studienjahre bis hin zu vielfältigen beruflichen und kreativen Tätigkeiten. Dabei wird schnell deutlich: Ein geradliniger Lebenslauf war nie sein Ziel – vielmehr folgt das Buch dem roten Faden der Erfahrungen und Begegnungen.

Besonders lebendig geraten die Erinnerungen an die eigene Beatband, erste Reisen ins Ausland oder auch prägende Begegnungen wie während der Pariser Studentenunruhen. Immer wieder blitzt dabei ein feiner, selbstironischer Humor auf, der die Lektüre angenehm leicht macht. Zwischen Daniel Cohn-Bendit und Rainer Werner Fassbinder spannt sich der Erfahrungsraum dieser Erinnerungen – und genau darin liegt ihre stille Stärke. Ralph M. Gorenflos Biografie ist keine große Theorie der Zeitgeschichte, sondern ihre gelebte Version: subjektiv, widersprüchlich und gerade deshalb authentisch.

Das Werk ist reich bebildert und liebevoll gestaltet, was den Charakter eines persönlichen Erinnerungsalbums unterstreicht. Für Leserinnen und Leser aus der Region dürfte vor allem der lokale Bezug interessant sein, denn Gorenflo ist in Weilburg kein Unbekannter. Insgesamt ist „Fragmente eines gelebten Lebens“ kein klassisches Geschichtsbuch, sondern eine Sammlung von Erinnerungen – authentisch, unterhaltsam und mit viel Herz geschrieben.

Quelle: Bach


Mittagstisch (04.05.2026)

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