08.08.2026
Eine Umfrage zeigt: Barrierefreier Wohnraum ist knapp
Schöner Wohnen im Alter: Herausforderungen in der Region
Foto: picture alliance / Rupert Oberhäuser
Viele Menschen in der Region Weilburg-Oberlahn treibt die Frage um, wie sie im Alter leben möchten. Das eigene Haus, in dem einst die Kinder aufwuchsen, ist oft zu groß geworden, und Treppen entwickeln sich zunehmend zu beschwerlichen Hürden. Doch der Umzug in eine altersgerechte Wohnung ist alles andere als leicht.
Eine bundesweite Umfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), der „Wohnkompass“, an dem sich über 16.000 Menschen beteiligten, verdeutlicht das Problem: Es gibt schlicht zu wenig modernen und barrierefreien Wohnraum für Senioren. Auch in unserem Landkreis ist der Wohnungsmarkt angespannt. Hinzu kommt der sogenannte „Lock-In-Effekt“: Viele ältere Mieter bleiben trotz veränderter Lebensumstände in ihren zu großen Wohnungen, da ein Umzug aufgrund gestiegener Mietpreise oft mit finanziellen Einbußen verbunden wäre.
Ein Wohnungstausch klingt in der Theorie verlockend, scheitert in der Praxis jedoch meist daran, dass Senioren ihr vertrautes Umfeld in der Region nicht verlassen wollen oder kleinere Wohnungen ebenfalls nicht barrierefrei sind. Wer dennoch im eigenen Zuhause wohnen bleiben möchte, kann dieses oft mit finanzieller Unterstützung fit für die Zukunft machen. Die staatliche Förderbank KfW bietet hierzu beispielsweise das Programm „Altersgerecht Umbauen“ (Kredit 159) an. Auch Pflegekassen oder Förderprogramme des Landes Hessen können finanzielle Zuschüsse gewähren.
Umfassende Informationen zu Wohnmodellen im Alter und Hilfen für den Alltag bietet das Bundes-Serviceportal Zuhause im Alter.
Quelle:
RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)