04.08.2026
KKH: Mentale Belastungen im Job nehmen zu
Stressbedingte Krankschreibungen erreichen Rekordniveau
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Berufstätige waren im Jahr 2025 so häufig wie nie zuvor wegen akuter Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen krankgeschrieben. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der KKH Kaufmännischen Krankenkasse hervor. Demnach entfielen knapp 119 Krankheitstage je 100 Versicherte auf diese Diagnosen – rund 80 Prozent mehr als noch im Jahr 2017.
Akute Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen zählen inzwischen zur häufigsten psychischen Diagnose bei Berufstätigen und sind insgesamt der dritthäufigste Grund für eine Krankschreibung – nach Infektionen der oberen Atemwege und Rückenschmerzen.
Als Ursachen nennt die KKH neben hohem Arbeitspensum, Überstunden, Existenzängsten oder Konflikten im Arbeitsalltag auch die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitswelt. Mobiles Arbeiten und digitale Kommunikation könnten zusätzlichen Druck erzeugen, wenn klare Zuständigkeiten, Erwartungen oder Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit fehlen.
Auch sogenannte Arbeitszeitfragmentierung – also das Aufteilen des Arbeitstags in mehrere Abschnitte – könne sowohl Vorteile als auch Risiken mit sich bringen. Zwar erleichtere sie vielen die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, gleichzeitig könnten häufige Wechsel zwischen Arbeit, Familie und Freizeit sowie Arbeitszeiten bis in die Abendstunden die Erholung erschweren und langfristig das Risiko für chronische Erschöpfung oder Burnout erhöhen.
Die KKH empfiehlt Unternehmen, klare Regelungen zu Arbeitszeiten, Erreichbarkeit und Pausen zu schaffen. Beschäftigte sollten ihrerseits auf feste Arbeits- und Ruhezeiten achten, nach Feierabend bewusst abschalten sowie durch Bewegung, Entspannung und soziale Aktivitäten für einen Ausgleich sorgen.
Weitere Informationen sowie Angebote zur Stressprävention und ein Online-Coaching zum Thema Grenzen setzen finden Interessierte auf der Website der KKH unter www.kkh.de.
Quelle:
Kaufmännische Krankenkasse