11.10.2026

Beim 32. Weilburger Abend in der Oberen Orangerie wurden Kulturengagement und gesellschaftlicher Zusammenhalt gewürdigt

Theatergemeinde Weilburg erhält den 16. Konradspreis

Überreichung des Konradspreises (v.li.) Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch, Sebastian Marten, Holger Redling, Melitta Scheiber und Ulrich Marschall von Bieberstein. Foto: Bach

Mit einem festlichen Abend in der Oberen Orangerie des Weilburger Schlosses hat die Stadt Weilburg die Verleihung des 16. Konradspreises gefeiert. Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Marschall von Bieberstein und Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch hatten traditionell am ersten Mittwochabend im September zum Weilburger Abend geladen, der in diesem Jahr bereits zum 32. Mal stattgefunden hat. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam diesen besonderen Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben der Stadt zu erleben.

Die Theatergemeinde Weilburg ist Trägerin des diesjährigen Konradspreises. Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt Initiativen und Ideen, die das Leben in Weilburg bereichern und zugleich in die Zukunft wirken.

Der Konradspreis ist nach König Konrad benannt, dem ersten deutschen König, der im Jahr 918 in Weilburg sein Testament verfasste. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 1.000 Euro verbunden, das von der Kreissparkasse Weilburg durch Vorstandsmitglied Sebastian Marten bereitgestellt wurde. Die Kreissparkasse unterstützt die Verleihung des Preises seit Jahren materiell und ideell.

In diesem Jahr hatte die Jury, bestehend aus Dieter Langer, Alexander Scheiber, Sebastian Marten und Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch, die Aufgabe, aus elf Vorschlägen der Weilburger Bürgerinnen und Bürger einen Preisträger auszuwählen. Die Entscheidung sei angesichts der eingereichten Vorschläge nicht leicht gewesen, berichtete Hanisch. Am Ende habe es jedoch keine langen Diskussionen gegeben. „Mit dem Vorschlag, den Preis der Theatergemeinde zu verleihen, konnte sich die Jury schnell identifizieren.“

Von Oktober bis März organisiert die Theatergemeinde Weilburg fünf unterhaltsame Theaterabende in der Weilburger Stadthalle und schafft damit ein kulturelles Angebot, das Menschen auch in den Wintermonaten in die Weilburger Innenstadt zieht. Die Ehrung nahmen Holger Redling und Melitta Scheiber sichtlich bewegt entgegen und dankten für die Auszeichnung.

Festvortrag zur Zukunft Deutschlands

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Festvortrag von Dr. Tammo Diemer, Geschäftsführer der Finanzagentur des Bundes. Unter dem Titel „Quo vadis Deutschland – kann Verteidigungs- und Wettbewerbsfähigkeit durch zusätzliche Kredite erreicht werden?“ gab der in Weilburg lebende Mathematiker interessante Einblicke in die Aufgaben und Funktionsweise der Finanzagentur des Bundes, insbesondere in die Finanzierung des Bundes sowie das Schulden- und Liquiditätsmanagement.

Für eine feierliche musikalische Umrahmung sorgte die Gruppe „Stabile Saitenlage“ der Kreismusikschule Oberlahn.

Quelle: Weilburg Live


TOP Nachrichten

Veranstaltung

ONCE UPON A TIME – CONDENSED
Rosenhang Museum | Do., 1.10.2026 bis So., 25.10.2026 23:59 Uhr

Martine Seibert-Raken präsentiert eine Werkgruppe, die sich mit Wasser, Wind, Wolken, Nebel und atmosphärischen Veränderungen beschäftigt.

Ausgangspunkt der Ausstellung sind Naturphänomene, die uns täglich begegnen und dennoch etwas Geheimnisvolles bewahren. Sie interessiert dabei weniger die naturwissenschaftliche Betrachtung als die Frage, wie Landschaften, Wetter, Gerüche, Licht und Erinnerungen in uns nachwirken und unsere Wahrnehmung prägen.

Die Ausstellung verbindet unterschiedliche Werkgruppen miteinander: Zeichnungen, Objekte, Installationen und skulpturale Arbeiten. Von Spuren im Sand über Fundstücke aus dem Wasser bis hin zu den großformatigen Wolkeninstallationen entsteht eine Erzählung über Veränderung, Erinnerung und Verdichtung.

Der Begriff Condensed verweist dabei sowohl auf die physikalische Kondensation von Wasser als auch auf die Verdichtung von Zeit, Erfahrung und Erinnerung.

Die Lage des Museums unmittelbar an der Lahn bildet hierfür einen besonderen Bezugspunkt. Die Ausstellung versteht sich als poetische Reise durch verschiedene Zustände von Landschaft und Wahrnehmung – vom Flüchtigen bis zum Greifbaren, vom Fundstück bis zur raumgreifenden Installation.

Neben den größeren Installationen werden auch kleinere Arbeiten gezeigt, die einen unmittelbaren Zugang zu ihrem Werk ermöglichen und unterschiedliche Aspekte ihrer künstlerischen Arbeit sichtbar machen.



Martine Seibert-Raken (*1965 in Lüneburg) lebt und arbeitet in Unkel am Rhein.

Nach einer Ausbildung zur Tischlerin studierte sie Architektur in Köln. Es folgten Tätigkeiten im Bereich Architektur, Interior Design und Kunst am Bau sowie die Gründung ihres eigenen Studios im Jahr 1999. Die Verbindung von Raum, Material, Landschaft und Wahrnehmung prägt bis heute ihr künstlerisches Werk.

Ausgehend von Zeichnung, Objekt und Installation entwickelte sie die fortlaufende Werkserie „Once upon a time…“, die sich mit Natur, Veränderung, Erinnerung und Vergänglichkeit auseinandersetzt. Charakteristisch sind großformatige Installationen und skulpturale Arbeiten, die häufig im Dialog mit Landschaft, Architektur und öffentlichem Raum entstehen.

Zu den wichtigen Stationen ihres künstlerischen Werdegangs zählen der Gewinn des Rhine Prize 2015, die Teilnahme an der Biennale di Venezia 2019, internationale Projekte in Italien, Deutschland und Frankreich sowie die Auszeichnungen im Rahmen des Arte Laguna Prize 2024. 2025 entstanden die Artist-in-Residence-Projekte „Once upon a time… Mandranova“ auf Sizilien sowie weitere Arbeiten in Venetien.

Eintritt frei.

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