16.07.2026

Autofahrer sollten besonders auf Landstraßen aufmerksam sein

Vorsicht auf Hessens Straßen: Jetzt steigt die Wildunfallgefahr

Foto: Pixabay.com/WFranz

Autofahrerinnen und Autofahrer sollten in den kommenden Wochen besonders aufmerksam unterwegs sein. Mit Beginn der sogenannten Blattzeit – der Paarungszeit des Rehwildes – steigt in Hessen die Gefahr von Wildunfällen deutlich an. Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen haben Jäger in einigen Regionen bereits einen früheren Beginn der Blattzeit beobachtet.

Während die Paarungszeit in wärmeren Landesteilen bereits in vollem Gange sein kann, setzt sie in kühleren Regionen oft etwas später ein. In dieser Zeit überqueren Rehe deutlich häufiger Straßen – nicht nur in den frühen Morgen- und Abendstunden, sondern auch tagsüber. Besonders auf Landstraßen entlang von Wäldern, Wiesen und Feldern ist deshalb erhöhte Vorsicht geboten.

Bei Wildwechsel richtig reagieren

Springt plötzlich ein Reh auf die Fahrbahn, rät der Landesjagdverband Hessen zu einer kontrollierten Vollbremsung. Das Fernlicht sollte ausgeschaltet, gehupt und das Lenkrad sicher festgehalten werden. Von riskanten Ausweichmanövern wird ausdrücklich abgeraten, da diese häufig schwerwiegendere Folgen haben als ein Zusammenstoß mit dem Wild.

Nach einem Wildunfall

Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, sollte zunächst die Unfallstelle abgesichert und anschließend die Polizei unter der Notrufnummer 110 verständigt werden. Verletzte Wildtiere dürfen nicht angefasst oder verfolgt werden. Läuft ein Reh nach dem Zusammenstoß davon, empfiehlt es sich, die Fluchtrichtung mit einem gut sichtbaren Gegenstand – etwa einem Taschentuch oder einer Einkaufstüte – zu markieren. So kann der zuständige Jäger das verletzte Tier schneller finden.

Beeindruckendes Naturschauspiel

Die Blattzeit zählt zu den faszinierendsten Naturereignissen des Sommers. Rehböcke treiben die Ricken dabei oft über Stunden oder sogar Tage durch Wiesen und Waldränder. Die dabei entstehenden kreisförmigen Laufspuren im Gras, sogenannte „Hexenringe“, sind ein typisches Zeichen dieses Paarungsverhaltens.

Wer das Naturschauspiel beobachten möchte, sollte ausreichend Abstand halten und die Tiere nicht stören. Mit etwas Geduld lässt sich das Verhalten des Rehwildes aus sicherer Entfernung beobachten.

Quelle: Landesjagdverband Hessen


TOP Nachrichten

Veranstaltung

Schnupperkurs: Arbeiten mit Marmor
Lahn-Marmor-Museum Villmar | Fr., 17.7.2026 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Die Region zwischen Wetzlar und Katzenelnbogen war über vier Jahrhunderte auch eine Region der Steinmetze und Bildhauer. Heute finden sich hier kaum noch Vertreter dieser Berufsgruppe, da der Marmorabbau an der Lahn in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts eingestellt worden ist. 

Wer selbst einmal - wie die Vorväter - mit Hammer und Meißel den Marmor von der Lahn bearbeiten möchte, hat die Möglichkeit, im Rahmen eines Schnupperkurses eigene Erfahrungen zu sammeln bzw. zu vertiefen. 

 

Wann:  Freitag, 17. Juli 2026 von 14:00 - 18:00 Uhr bis Samstag, 18. Juli 2026 von 10:00 - 16:00 Uhr

Wo: 65606 Villmar, Lahn-Marmor-Museum, Oberau 4

Info: Schnupperkurs mit Ulrich Belz: Kennenlernen des Materials und der Werkzeuge, Einführung in die Marmorbearbeitung, schleifen und polieren. Das Werkzeug wird gestellt. Schutzbrille und Schutzhandschuhe sind mitzubringen

Kosten: 65,00 Euro (incl. Material)

Anmeldung: 

Kontakt: Lahn-Marmor-Museum, Mail: , Tel. 06482 6075588, Infos zum Schnupperkurs bei Ulrich Belz: Tel. 06482 5090, www.lahn-marmor-museum.de

TOP Firmen für Sie