Sieben neu öffentlich zugänglich installierte AEDs in der Gemeinde Brechen am Informationstag stießen auf enormes Interesse

01.03.2026
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Reporter Peter Ehrlich
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Leben retten ist Gemeinschaftssache ! Die Initiative der Freiwilligen Feuerwehren Oberbrechen, Niederbrechen und Werschau zusammen mit dem DRK Ortsverein Niederbrechen und der DLRG Ortsgruppe Brechen-Runkel-Villmar e.V. hat für die Gemeinde Brechen eine Idee zum Leben erweckt. Ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand kann jeden treffen – umso wichtiger ist es, schnell und richtig zu handeln.

Nach dem Erkennen der Situation und Prüfung von Ansprechbarkeit und Atmung ist sofort der NOTRUF 112 zu wählen.

Der Dispatcher (Leitstellendisponent/in) begleitet Sie am Telefon (am besten auf laut stellen) durch die Reanimation und führt sie durch die nun notwendigen Schritte - es sind einfache Handgriffe, die der betroffenen Person das LEBEN RETTEN können!

Doch sie sind nicht alleine in dieser Situation - Durch Ihren Notruf werden Rettungsmittel (Rettungswagen/Notarzt) zugeführt, die Sie unterstützen werden. Im Landkreis Limburg-Weilburg ist seit über einem Jahr zudem das KATRETTER-System etabliert, wodurch ausgebildete Helfer/innen aus nächster Nähe ebenfalls alarmiert und zur Einsatzstelle geführt werden. Es sind oft wenige Minuten Zeitvorsprung, die jedoch sowohl die/den Ersthelfer/in unterstützen als auch den Rettungsdienst. Sie tragen keine Einsatzkleidung, geben sich als KATRETTER klar zu erkennen. Alles zusammen trägt dazu bei, dass das Leben der betroffenen Person bestmöglich gerettet werden kann.

In der Gemeinde Brechen ist es dank dieser Initiative gelungen, sieben AEDs zu beschaffen, die an den folgenden Orten öffentlich ab sofort zugänglich sind:

Niederbrechen: Feuerwehr Niederbrechen, Rathaus, Kinderhaus in der Schlei

Oberbrechen:  Feuerwehr Oberbrechen, Emstalhalle Oberbrechen

Werschau: Dorfgemeinschaftshaus Werschau, Katholische Kirche St. Georg

Ein AED ist -kurz zusammengefasst- ein Gerät, welches den Herzrhythmus selbstständig analysiert, den Laienhelfer anleitet durch klare Sprachanweisungen und einen Schock nur bei Bedarf auslöst. Sie sind selbsterklärend.  Je eher ein solches Gerät zum Einsatz kommen kann, desto besser sind die Überlebenschancen und das Outcome, also die Vermeidung von Spätschäden.

"Die Informationsveranstaltung in der Sport- und Kulturhalle, die passenderweise am Pulstag, dem 1.3. in Brechen stattfand, war ein voller Erfolg. Das Interesse der Bevölkerung war enorm", freut sich Astrid Brahm. Sie dankte allen beteiligten Hilfsorganisationen aber ganz besonders auch den zahlreichen Sponsoren, die diese Anschaffung ermöglicht haben.

"ERSTE HILFE geht uns alle an, frischen Sie Ihr Wissen auf - für mehr Sicherheit im Alltag", so ihr Apell. Informieren Sie sich, wo die Erste-Hilfe-Kästen sind und überprüfen Sie den Zustand regelmäßig, merken Sie sich, wo die AEDs, nicht nur in unserer Gemeinde sondern auch an anderen öffentlichen Orten verfügbar sind - nur so können vielleicht SIE der/diejenige sein, die mit diesem Wissen aktiv LEBEN RETTEN KÖNNEN! JEDE HILFE ZÄHLT! Die Feuerwehr informierte parallel zum vorbeugenden Brandschutz - schauen Sie auch hier: Wo ist der nächste Feuerlöscher, ist der Rauchmelder installiert und funktioniert alles und, wissen Sie, damit umzugehen.

Alle beteiligten Organisationen freuen sich über neue Mitglieder/innen, das ist schon ab dem Kindesalter möglich, die Angebote sind vielfältig. Informieren Sie sich gerne auf den jeweiligen Webseiten oder sprechen Sie Ihre Nachbarn an . . .

https://brechen-runkel-villmar.dlrg.de/

https://www.drk-brechen.de/

http://feuerwehr-werschau.de/

https://www.feuerwehr-niederbrechen.de/

https://www.feuerwehr-oberbrechen.de/

Dr. med.Daniel Bock informierte aus seiner beruflichen Praxis als Sektionsleiter Internistische Intensivstation des St. Vincenz Krankenhauses Limburg über die Möglichkeiten, Chancen und Abläufe der Reanimation und leitete mit diesem Vortrag auf die in Echtzeit durchgespielte Übungssimulation eines Fallbeispiels über. Hierbei wurde eine häusliche Situation dargestellt, in der sich ein Herzstillstand ereignete. Nach Wählen des Notrufes wurde die Angehörige durch die ersten Maßnahmen der Wiederbelebung geführt, bis die Katretter die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückte. Die Simulation wurde unterstützt durch die angehenden Notfallsanitäter/innen des DRK Limburg und des Malteser Hilfsdienstes. Sehr plastisch wurde gezeigt, wie sich das Einsatzszenario darstellt und wie viele Personen unter Umständen alles Menschenmögliche geben, um das Leben einer Person zu retten und wie wichtig jeder einzelne Schritt ist. Verantwortung zu übernehmen und die Herzdruckmassage zu erlernen ist lebensrettend.

Die Deutsche Herzstiftung informierte über Ihr Angebot und den Pulstag.

Hier ist der Link zum Bericht in der Hessenschau - vielen Dank für Euren Besuch:

https://www.hessenschau.de/tv-sendung/neue-defibrillatoren-in-brechen---buerger-lernen-hilfe-im-notfall,container-beitrag-38464.html

© Peter Ehrlich / FOTO-EHRLICH.de

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Heimatgeschichtliche Ausstellung geöffnet!
Pfarrheim Alte Schule | So., 13.9.2026 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Die Heimatstube Obertiefenbach ist am Sonntag, dem 13. September 2026, von 14:00 bis 16:00 Uhr, geöffnet. Im denkmalgeschützten Kath. Pfarrheim Alte Schule, An der Kirche 12, ist auf einer Fläche von rund 190 m2 die seit 28 Jahren immer wieder erweiterte, heimatgeschichtliche Dauerausstellung im Dachgeschoss zu besichtigen.

Vielzahl an Dokumenten, Fahnen, Fotografien, Büchern und Ortsplänen

Das Heimatarchiv bietet eine Vielzahl an Dokumenten, Fahnen, Fotografien, Büchern, Bildern und Ortsplänen aus dem Leben früherer Generationen. Eine komplette historische Schuhmacherwerkstatt, eine frühere Wohnstube mit Herd, ein Bett mit Strohmatratze, Arbeitsgeräte einer Schreinerei und Zimmerei, eines Dachdeckers und eines Anstreichers finden sich ebenfalls hier sowie viele alte Geräte aus der Landwirtschaft und aus dem Haushalt. Zudem sind Gegenstände aus dem religiösen Leben und historische Ausrüstungsgegenstände der Freiwilligen Feuerwehr ausgestellt. Auch drei frühere Schulbänke sind im Bereich Schule und Lernen zu bewundern. Ein Gebrauchsgegenstand des Museums war bereits Höhepunkt in einer Sendung der Rateshow des hr-fernsehens „dings vom dach“.

Exponate, welche die Arbeiten beim Basaltabbau zeigen

Regionaltypisch sind auch die Exponate, welche die Arbeiten beim Basaltabbau zeigen, sowie die Gesteine aus der Heimatgemeinde: Basalt, Ton, Quarzit und Eisenstein; zudem eine Güterlore, die sich vor dem Gebäude befindet.

Gruppenfotos der Erstkommunion-Jahrgänge ab 1926 einsehbar

In heimatkundlichen Sammlungen sind nach Themengebieten wesentliche Presseartikel und Fotografien, darunter Gruppenfotos der Erstkommunion-Jahrgänge ab 1926, für interessierte Besucher einsehbar.

Bei etlichen Fotos sind allerdings die Namen der abgebildeten Personen nicht bekannt; hier freut sich das Museumsteam über Ergänzungen beim Besuch.

Lückenlose Darstellung der Kirmesburschenjahrgänge ab 1947

Die lückenlose Erfassung der Kirmesburschenjahrgänge ab 1947 als Fotodokumentation und auch die dazugehörigen Zeitungsberichte über die Obertiefenbacher Kirmes seit 1950 liegen zur Ansicht für alle Besucher aus.

Obertiefenbach nahm besonders viele Heimatvertriebene auf

Da infolge des Zweiten Weltkriegs das Dorf Obertiefenbach besonders viele Heimatvertriebene aufnahm, die das Dorfbild um die 1950er Jahre mitprägten, ist auch dies in der Heimatstube veranschaulicht.

Geschichte und Darstellungen zum Kloster Beselich

Ebenso sind vielfältige Unterlagen und Darstellungen über das ehemalige Kloster bzw. die Klosterruine Beselich sowie deren Erhaltungsmaßnahmen dokumentiert.

Urkunde des Treuebekenntnisses der sieben Knaben zu Bischof Blum

In einer Urkunde hatten sieben Schuljungen ihr Bekenntnis als treue Anhänger der katholischen Kirche und ihres Limburger Bischofs Peter Joseph Blum in der Zeit des Kulturkampfes am 16. Juni 1874 festgehalten und darüber hinaus weitere Schriftstücke hinterlassen. Diese historischen Dokumente der Schüler geben dem Schulgebäude eine unverwechselbare geschichtliche Bedeutung. Eine nachgebildete Schulbankgruppe lädt insbesondere Kinder zum Spielen und Verweilen ein.

Ernennungsurkunde des verstorbenen Bundesministers und Ehrenbürgers Georg Leber

In einer Vitrine sind auch die Original-Ernennungsurkunde des verstorbenen Bundesverteidigungsministers und Obertiefenbacher Ehrenbürgers Georg Leber sowie weitere mit ihm zusammenhängende Dokumente und Fotos aus der Politik der 1960er bis 1980er Jahre (u.a. Leber mit US-Präsidenten John F. Kennedy und Jimmy Carter, sowie Bundeskanzler Helmut Schmidt) ausgestellt.

Am zweiten Sonntag jeden Monats für Besucher geöffnet

Im Übrigen ist dieses Heimatmuseum am zweiten Sonntag jeden Monats für Besucher geöffnet. Eintritt wird nicht erhoben.

Das ehrenamtliche Team der Heimatstube freut sich über Ihren Besuch.

URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatstube_Beselich-Obertiefenbach