…in Sachen KUNST unterwegs zu „DIE DRITTE NATUR“

15.06.2025
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Die dritte Natur
Ein Ausstellungsprojekt von

STEPHAN KALUZA und JINY LAN

Was ist Natur; wie visualisiert sich Natur in den Künsten? Das ist wohl die treibende Frage hinter dem Konzept von Kaluza und Lan.

Ein Gedanke dazu:

Unter einer ersten Natur mag eine von frühen Menschen unmittelbar erlebte Welt gemeint sein, die Teil der Naherfahrung Natur waren; eine Gesellschaft, die die Natur nicht nur physisch, sondern auch spirituell und emotional als Ereigniskette erlebten.

Die zweite Natur begrenzt sich bereits auf einen objekthaften und auch utilitaristischen Charakter; die Natur wird zur Ressource, zur Lebensgrundlage, zu einer Umwelt. Die Sprache rückt sie in eine konträre Position zur Kultur; die Natur wird zugunsten der Kultur ersetzbar.

Eine Kultur allerdings, die alles andere als frei von Sehnsüchten nach eben jener verloren Frühzeit ist; eine Kultur, die ihrerseits wieder eine „künstliche“ Idyllnatur entwickelt, eine dritte Natur der Künste, eine reine Menschennatur, die per Eskapismus und totalisierter Immersion wiederum an die Urbilder einer ersten Natur anknüpft.

Oder auch: Anknüpfen muss. Denn diese beständige Sehnsucht verrät nicht weniger als eine Abhängigkeit von der Natur, die kaum noch zu leugnen ist.

Die Arbeiten von Stephan Kaluza und Jiny Lan werden diesen Ansatz, die sichtbare Natur zwischen Idyll und Immersion, thematisieren.

Stephan Kaluza inszeniert seine zumeist großformatigen Bilder (Öl auf Leinwand) in einer fotorealistischen Weise. Diese Malerei basiert aber nicht auf Fotos, die „abgemalt“ werden, sondern sind eigenständige Konstruktionen. Die Natur, wie Kaluza sie zeigt, existiert rein in seiner Vorstellung. Sie bieten einen eher bewusst beiläufigen Blick auf die Natur, unterscheiden sich also deutlich von klassischer Landschaftsmalerei.

Jiny Lan geht bei ihren Übermalungen stets von Fotografien ihrer eigenen Palette aus. Zum Teil werden fotografische Stills von Farbformen stehengelassen, um dann von groben Landschaftsskizzen eingerahmt zu werden. Die sichtbare Welt als Abbild trifft im Grunde auf ein Inneres, auf ein Konzept, das grundlegend die Frage nach der Wahrnehmung als solches aufwirft.
Text: Rosenhangmuseum Weilburg

Ausstellung vom 15.06.-07.09.2025

Lass dich inspirieren und fahr mal hin, Lilly

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Mittagstisch (17.10.2026)

Veranstaltung

Führung durch den Unica-Bruch
Lahn-Marmor-Museum Villmar | So., 18.10.2026 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Wo: 65606 Villmar, Lahn-Marmor-Museum, Oberau 4

Info: Das Lahn-Marmor-Museum bietet anschauliche Informationen zur Entstehung, dem Abbau, der Verarbeitung und der Verwendung des Marmors von der Lahn, ein besonderer Rohstoff, der vor 380 Mio. Jahren - im Mitteldevon - entstanden ist. Die Struktur eines Stromatoporen-Riffs im Devonmeer ist nirgends in der Welt so klar zu sehen wie im Unica-Bruch in Villmar. In Villmar findet sich auf der rechten Lahnseite 380 Meter hinter dem Lahn-Marmor-Museum der Aufschluss „Unica-Bruch“, der mit einer glattgesägten und geschliffenen Wand einen weltweit einmaligen Einblick in ein mitteldevonisches Stromatoporenriff in Lebendstellung bietet. Zu erkennen sind neben den Stromatoporen und Korallen auch Seelilien, Kopffüßler, Schnecken sowie Brachiopoden, deren Wachstum durch den hohen Kalkgehalt des Devonmeeres begünstigt wurde.

Der Aufschluss im Villmarer Unica-Bruch – eine in zwei Terrassen gegliederte, etwa 6 Meter hohe, 15 Meter breite, gesägte Wand – gilt als ein sehr seltenes, vielleicht in der ganzen Welt sogar einmaliges Zeugnis der Entwicklung eines Stromatoporen-Riffs. Vor diesem Hintergrund wurde der Villmarer Aufschluss 2005 mit den Prädikaten "Nationales Geotop" und "Planet Erde - Welt der Geowissenschaften" ausgezeichnet. Damit zählt der Aufschluss zu den bedeutenden Geotopen in Deutschland, hiervon befinden sich vier in Hessen. 

Anmeldung: nicht erforderlich

Kosten: pro Person 3,00 Euro, Kinder unter 7 Jahre kostenfrei

Kontakt: Lahn-Marmor-Museum
Mail: , Tel. 06482 6075588 (nur während der Öffnungszeiten)
www.lahn-marmor-museum.de

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