Ausstellung "wertvoll" des Künstlerforum 24 Weilburg zum Tag des offenen Denkmals

16.08.2025
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andimueller
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Ausstellung zum Tag des offenen Denkmals beim Künstlerforum 24 Weilburg
Bilder, Skulpturen, Gesprächsrunde und Lesung
Anlässlich des Tages des offenen Denkmals wird in den Galerieräumen des Künstlerforum 24 Weilburg am Marktplatz am Samstag, 16. August eine Ausstellung unter dem Titel „Wertvoll-unbezahlbar oder unersetzlich?“ eröffnet. Die Ausstellung kann samstags und sonntags bis einschließlich 14. September von 14 bis 18 Uhr besucht werden. Gezeigt werden nicht nur Exponate, die Baudenkmäler zeigen. Vielmehr waren die Ausstellenden darin frei, Objekte zu zeigen, welche aus ihrem persönlichen Blickwinkel einen besonderen Wert darstellen. Ausstellen werden Martina Adams, Christine Fries, Edeltraud Göpel, Thomas Grimberg, Uli Grüttner-Helmreich, Wolfgang Kissel, Erich Klotz, Andreas Müller, Gabriele Schneider, Waltraud Theocharis, Hilde Vitt und Ingrid Wortmann-Wilk. Als Kurator konnte Ralf Driehaus gewonnen werden. Die Bildbeschriftungen werden in Kalligraphie von Boris Juric gestaltet und enthalten Aussagen zum besonderen Wert des Dargestellten.
Statt einer Vernissage wird es am Sonntag, 31. August, 18 Uhr eine Gesprächsrunde zum Thema: “Kulturelle Werte in und für unsere(r) Gesellschaft“ geben. Diese beginnt mit einem Sektempfang in der Galerie und wird dann im Raum Nassau im Alten Rathaus durchgeführt. Christiane Glotzbach (Musiklehrerin Gymnasium), Martin Krähe (Leiter Musikschule), Eckhard Müller (restauriert Gebäudekomplex Vorstadt 20) sowie Holger Redling (Leiter Bergbau- und Stadtmuseum) werden sich den Fragen von Moderator Andreas Müller stellen. Vom Maler und Bildhauer Bombolo wird ein schriftliches Statement verlesen. Anmeldungen bitte an Christine Fries unter friesmueller@gmx.de
Am Samstag, 13. September, 11 Uhr, liest Ingrid Wortmann-Wilk in den Galerieräumen ihre Geschichte: „Aus dem Leben einer 100 Jahre alten Leica -Kamera“.

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Veranstaltung

Theateraufführung „OTTLA – Franz Kafkas Lieblingsschwester“ am 27. Januar 2026 in Weilburg
Stadthalle Weilburg | Di., 27.1.2026 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr

Weilburg. Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus lädt der Verein Weilburg erinnert e. V. am Dienstag, 27. Januar 2026, um 19:30 Uhr zu einer besonderen Theateraufführung in die Stadthalle Weilburg ein. Gezeigt wird das Stück „OTTLA – Franz Kafkas Lieblingsschwester“, das sich einer bislang wenig bekannten Opferbiografie der Shoah widmet.

Das Theaterstück basiert auf dem gleichnamigen Hörspiel des tschechischen Autors Petr Balajka in der Übersetzung von Werner Imhof und wurde von rimon productions realisiert. Im Mittelpunkt steht das Leben von Ottla David, der jüngsten Schwester des Schriftstellers Franz Kafka. Erzählt werden ihr Leben mit der Familie in Prag, ihre Deportation im Jahr 1942 in das Ghetto Theresienstadt sowie ihr Einsatz als Betreuerin von Kindern im dortigen Waisenhaus.

Eine zentrale Perspektive des Stücks eröffnet die Figur des jüdischen Lagerarztes Felix Hershkovitz, der Theresienstadt überlebt. Nach dem Krieg berichtet er den Töchtern von Ottla von seiner Begegnung mit ihrer Mutter. Grundlage der Inszenierung sind unter anderem erhaltene Briefe Ottlas an ihre beiden Mädchen, die Einblicke in ihre Gedanken, Hoffnungen und Entscheidungen unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Verfolgung geben. In diesen Briefen wird die enge emotionale Bindung zu ihren Kindern ebenso sichtbar wie ihre Haltung angesichts der zunehmenden Entrechtung und Gewalt.

Dramatisch verdichtet sich die Handlung, als Ottla sich freiwillig meldet, um einen Transport jüdischer polnischer Kinder zu begleiten – in der Hoffnung, ihnen die Flucht nach Schweden oder in die Schweiz zu ermöglichen. Der Versuch von Felix Hershkovitz, sie davon abzuhalten und damit ihr Leben zu retten, bleibt erfolglos. Nach dem Krieg trifft er in Prag Ottlas Tochter Vera, die vergeblich nach dem Schicksal ihrer Mutter sucht.

Die Inszenierung verknüpft diese biografische Erzählung mit Zitaten und Motiven aus dem Werk Franz Kafkas. Ergänzt wird das Stück durch digitale Kunstzeichnungen zu einer überlieferten Begebenheit aus dem Leben Franz Kafkas und seiner Verlobten Dora Diamant. Diese Bilder werden in fünf Teilen erzählt und stehen auf einer Metaebene in Beziehung zu den Kindern im Waisenhaus von Theresienstadt. Alle drei Schwestern Franz Kafkas wurden in der Shoah ermordet.

Mit der Aufführung nähert sich das Theaterstück der Geschichte der Shoah über individuelle Biografien, familiäre Bindungen und moralische Entscheidungen. Es richtet den Blick auf eine Frau, deren Leben und Handeln exemplarisch für viele vergessene Opfergeschichten stehen, und stellt zugleich die Frage nach Verantwortung, Menschlichkeit und Erinnerungskultur in der Gegenwart.

Die Theateraufführung findet im Rahmen der Gedenkveranstaltungen des Vereins Weilburg erinnert e. V. zum Holocaust-Gedenktag statt. Die Theatervorstellungen 2026 werden durch den Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus gefördert.

Termin: Dienstag, 27. Januar 2026, 19:30 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr)
Ort: Stadthalle Weilburg, Langgasse 25, 35781 Weilburg

Weitere Informationen und Tickets unter: https://www.weilburg-erinnert.de/events/theaterauffuehrung-ottla-franz-kafkas-lieblingsschwester-am-27-januar-2026-in-weilburg/

Mittagstisch (22.01.2026)

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