23.01.2026

Mehrere Vorfälle rund um Weilburg diese Woche: von Scheunenbrand bis Unfallfluchten mit Promille

Blaulicht: Raub, Brände und Alkohol am Steuer beschäftigten Polizei

Foto: Unsplash.com/jonas-augustin

In den vergangenen Tagen kam es rund um Weilburg und in der Oberlahn-Region zu mehreren Polizeieinsätzen. Die Vorfälle reichen von einem Scheunenbrand über schwere Verkehrsunfälle bis hin zu Raub und Angriffen auf Rettungskräfte. Die Polizei mahnt zu Vorsicht, gegenseitiger Rücksichtnahme und insbesondere dazu, niemals alkoholisiert ein Fahrzeug zu führen.

Montag, 19. Januar

Scheunenbrand in Weinbach-Gräveneck
Gegen 20:30 Uhr geriet eine Scheune in der Lahnstraße in Brand und brannte vollständig aus. Als mögliche Ursache gilt eine holzbefeuerte Heizungsanlage. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt.

Unfallflucht unter Alkoholeinfluss auf der B49 bei Limburg
Rund eine Stunde später verlor ein 34-jähriger Autofahrer auf der B49 bei der Auffahrt zur A3 die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam von der Fahrbahn ab. Anschließend flüchtete er zu Fuß. Zeugen alarmierten die Polizei, die den Mann wenig später stellen konnte. Ein Alkoholtest ergab mehr als 1,5 Promille. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen, ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

Dienstag, 20. Januar

Verkehrsunfall mit Verletzten in Elz
Gegen 13:30 Uhr übersah ein 18-jähriger Fahranfänger beim Abbiegen in der Straße „An der Steinbrecherwies“ ein vorfahrtsberechtigtes Fahrzeug. Durch die Kollision kippte der Wagen einer 53-jährigen Frau auf die Seite. Sie wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden beträgt rund 20.000 Euro.

Rettungssanitäterin bei Einsatz angegriffen
Am Nachmittag gegen 16 Uhr wurde eine 51-jährige Rettungssanitäterin in Beselich-Obertiefenbach während eines Einsatzes von einem Patienten plötzlich angegriffen und verletzt. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren gegen den 24-jährigen Mann ein.

Raub in der Eisenbahnstraße in Limburg
Am Abend gegen 18:50 Uhr wurde ein 22-Jähriger von zwei Männern angesprochen und zur Herausgabe seines Handys aufgefordert. Als er sich weigerte, schlugen die Täter auf ihn ein und raubten Bargeld aus seiner Geldbörse. Der Mann erlitt leichte Verletzungen. Die Polizei konnte die beiden Tatverdächtigen (26 und 29 Jahre) noch am selben Abend festnehmen.

Mittwoch, 21. Januar

Unfallflucht in Löhnberg: Fahrer alkoholisiert und ohne gültigen Führerschein
Gegen 20 Uhr kollidierte ein 60-jähriger Autofahrer in der Weilburger Straße mit mehreren geparkten Fahrzeugen und flüchtete. Zeugen notierten das Kennzeichen. Bei einer anschließenden Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Mann stark alkoholisiert war (über 1,3 Promille) und einen gefälschten Führerschein mitführte. Es folgten Blutentnahme und ein Ermittlungsverfahren.



Polizeistation Limburg

Telefon: 06431 9140-0

Quelle: Polizeidirektion Limburg-Weilburg


TOP Nachrichten

Veranstaltung

Theateraufführung „OTTLA – Franz Kafkas Lieblingsschwester“ am 27. Januar 2026 in Weilburg
Stadthalle Weilburg | Di., 27.1.2026 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr

Weilburg. Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus lädt der Verein Weilburg erinnert e. V. am Dienstag, 27. Januar 2026, um 19:30 Uhr zu einer besonderen Theateraufführung in die Stadthalle Weilburg ein. Gezeigt wird das Stück „OTTLA – Franz Kafkas Lieblingsschwester“, das sich einer bislang wenig bekannten Opferbiografie der Shoah widmet.

Das Theaterstück basiert auf dem gleichnamigen Hörspiel des tschechischen Autors Petr Balajka in der Übersetzung von Werner Imhof und wurde von rimon productions realisiert. Im Mittelpunkt steht das Leben von Ottla David, der jüngsten Schwester des Schriftstellers Franz Kafka. Erzählt werden ihr Leben mit der Familie in Prag, ihre Deportation im Jahr 1942 in das Ghetto Theresienstadt sowie ihr Einsatz als Betreuerin von Kindern im dortigen Waisenhaus.

Eine zentrale Perspektive des Stücks eröffnet die Figur des jüdischen Lagerarztes Felix Hershkovitz, der Theresienstadt überlebt. Nach dem Krieg berichtet er den Töchtern von Ottla von seiner Begegnung mit ihrer Mutter. Grundlage der Inszenierung sind unter anderem erhaltene Briefe Ottlas an ihre beiden Mädchen, die Einblicke in ihre Gedanken, Hoffnungen und Entscheidungen unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Verfolgung geben. In diesen Briefen wird die enge emotionale Bindung zu ihren Kindern ebenso sichtbar wie ihre Haltung angesichts der zunehmenden Entrechtung und Gewalt.

Dramatisch verdichtet sich die Handlung, als Ottla sich freiwillig meldet, um einen Transport jüdischer polnischer Kinder zu begleiten – in der Hoffnung, ihnen die Flucht nach Schweden oder in die Schweiz zu ermöglichen. Der Versuch von Felix Hershkovitz, sie davon abzuhalten und damit ihr Leben zu retten, bleibt erfolglos. Nach dem Krieg trifft er in Prag Ottlas Tochter Vera, die vergeblich nach dem Schicksal ihrer Mutter sucht.

Die Inszenierung verknüpft diese biografische Erzählung mit Zitaten und Motiven aus dem Werk Franz Kafkas. Ergänzt wird das Stück durch digitale Kunstzeichnungen zu einer überlieferten Begebenheit aus dem Leben Franz Kafkas und seiner Verlobten Dora Diamant. Diese Bilder werden in fünf Teilen erzählt und stehen auf einer Metaebene in Beziehung zu den Kindern im Waisenhaus von Theresienstadt. Alle drei Schwestern Franz Kafkas wurden in der Shoah ermordet.

Mit der Aufführung nähert sich das Theaterstück der Geschichte der Shoah über individuelle Biografien, familiäre Bindungen und moralische Entscheidungen. Es richtet den Blick auf eine Frau, deren Leben und Handeln exemplarisch für viele vergessene Opfergeschichten stehen, und stellt zugleich die Frage nach Verantwortung, Menschlichkeit und Erinnerungskultur in der Gegenwart.

Die Theateraufführung findet im Rahmen der Gedenkveranstaltungen des Vereins Weilburg erinnert e. V. zum Holocaust-Gedenktag statt. Die Theatervorstellungen 2026 werden durch den Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus gefördert.

Termin: Dienstag, 27. Januar 2026, 19:30 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr)
Ort: Stadthalle Weilburg, Langgasse 25, 35781 Weilburg

Weitere Informationen und Tickets unter: https://www.weilburg-erinnert.de/events/theaterauffuehrung-ottla-franz-kafkas-lieblingsschwester-am-27-januar-2026-in-weilburg/

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