07.04.2026

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ellar

Feuerwehr Ellar stärkt die Jugendarbeit

Die Co-Vorsitzenden Stefan Simon und Christoph Simon dankten Michael Böcher, Hans-Günther Breithecker, und Christof Zey für ihre langjährige Mitgliedschaft im Förderverein der Feuerwehr Ellar. (v.l.: Stefan Simon, Michael Böcher, Hans-Günther Breithecker, Christof Zey und Christoph Simon) Tim Dassler/Freiwillige Feuerwehr 1929 e.V. Ellar

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Ellar wurde am 14.03.2026 auf das Jahr 2025 zurückgeblickt. Nachdem der Vereinsvorstand im Frühjahr neu organisiert und gewählt wurde, begannen auch schon die Vorbereitungen für die Pfingstkirmes, wie der Co-Vorsitzende Christoph Simon berichtet. Die Organisation erfolgt gemeinsam durch vier Ellarer Vereine, die Feuerwehr übernahm dabei die Ausrichtung des Pfingstsonntages. Das Blasorchester sowie der Traditionsspielmannszug begleiteten die Veranstaltungen musikalisch und die Mitglieder aller Abteilungen unterstützten an den Kirmestagen mit vielen helfenden Händen. Die vereinsübergreifende Zusammenarbeit sorgte wieder für sehr gut besuchte Kirmestage in Ellar. Christoph Simon hofft, dass auch in Zukunft alle vier Vereine hinter der gefundenen Lösung zur gemeinsamen Ausrichtung stehen.

Ein weiterer Höhepunkt war das 37. Ellarer Schlachtfest im November. Nachdem die traditionsreiche Veranstaltung im Vorjahr aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden konnte, war das Schlachtfest in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Das Blasorchester sorgte für gute Stimmung und das eingespielte Team hinter der Theke verköstigte die Besucherinnen und Besucher mit einer breiten Auswahl an Speisen und Getränken. Christoph Simon dankte allen beteiligten Mitgliedern für ihre Unterstützung, ohne die vielen helfenden Hände ist eine solche Veranstaltung nicht durchführbar.

Kevin von Holten berichtete über die Entwicklung in der Einsatzabteilung, welche Ende 2025 eine Stärke von 4 Kameradinnen und 23 Kameraden umfasste. Diese leisteten in 8 Einsätzen Hilfe und wendeten dafür 218 Stunden ihrer Freizeit auf. Die Wehrleute wurden an 23 Abenden theoretisch und praktisch ausgebildet, ganze 918 Stunden kamen dabei zusammen. Zudem fanden mehrere Übungen mit benachbarten Wehren und in den Wintermonaten gemeinsame Ausbildungsabende mit den anderen Waldbrunner Wehrleuten statt. Zahlreiche Kameradinnen und Kameraden besuchten zudem Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene, um ihr Wissen zu vertiefen und erweitern. Von Holten dankte allen Unterstützern der Feuerwehr und den Kameradinnen und Kameraden für ihr ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.

Jugendwart Georg Wagenbach informierte über die Entwicklung der Jugendfeuerwehr. Die 20 Jugendlichen (5 Mädchen sowie 15 Jungen) trafen sich alle zwei Wochen an 18 Übungsabenden sowie zu vier weiteren Terminen der Jugendarbeit. Das Jahr begann mit dem Einsammeln der ausgedienten Weihnachtsbäume und einem anschließenden gemeinsamen Mittagessen. Ein Highlight des Jahres war das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Niederneisen. Dort wurden Workshops angeboten, es gab verschiedene Unternehmungen und abends wurde gemeinsam gegrillt. Im September haben schließlich alle Kinder und Jugendlichen nach einer kleinen Prüfung das Abzeichen der Jugendfeuerwehr, die Jugendflamme, erhalten. Wagenbach blickte auf ein erfolgreiches Jahr 2025 der Jugendfeuerwehr zurück.

Die Kinderfeuerwehr „Burgflämmchen Ellar“ führt Kinder von 6 bis 10 Jahren alle zwei Wochen spielerisch an das Thema Feuerwehr und Brandschutz heran. Es wird gespielt, gebastelt und sich auch mit den großen Feuerwehrfahrzeugen beschäftigt. Kinderfeuerwehrwartin Alexandra Knebel berichtet, dass 7 Mädchen und 9 Jungen bei den Burgflämmchen mitmachten. Es wurden zehn neue Mitglieder aufgenommen und vier Kinder sind mit Erreichen des 10. Lebensjahres in die Jugendfeuerwehr gewechselt. Ein Highlight war die Teilnahme am Kinderfeuerwehrtag des Landkreises im Rahmen des Jugendfeuerwehrzeltlagers. In Gruppen konnten die Kinder dort Spielstationen durchlaufen und die „großen“ Kameradinnen und Kameraden der Jugendfeuerwehr besuchen.

Über die Entwicklungen im Blasorchester berichtete der Co-Vorsitzende Stefan Simon. In insgesamt 44 Übungsstunden wurden auch neue Musikstücke wie Bella Napoli einstudiert. Neben den Auftritten bei der Pfingstkirmes und dem Schlachtfest organisierte das Blasorchester auch einen Dämmerschoppen im September und nahm am Martinsumzug in Ellar teil. Besonders hervorgehoben hat Simon den Zusammenhalt und Gemeinschaftsgeist der Musikabteilung: „Wir sind zwar eine kleine Abteilung, aber eine mit außergewöhnlichem Teamgeist und echter Freundschaft.“. Das Blasorchester ist weiterhin auf der Suche nach neuen Musikerinnen und Musikern, die Ihre Begeisterung für die Musik in diese Gemeinschaft einbringen möchten.

Nach den Jahresrückblicken der einzelnen Abteilungen beschäftigten sich die Mitglieder mit den Vereinsfinanzen. Die allgemein gestiegenen Kosten können nicht mehr vollumfänglich durch die vereinseigenen Veranstaltungen aufgefangen werden. Aus diesem Grund wurde den Mitgliedern durch den Vorstand eine Anpassung des Mitgliedsbeitrags vorgeschlagen. Die Jugendarbeit steht schon seit vielen Jahren ganz besonders im Fokus aller Abteilungen der Feuerwehr Ellar. Die Teilhabe junger Menschen am Vereins- und Dorfleben sollte nicht von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern abhängen. Aus diesem Grund wurde durch die Versammlung beschlossen, minderjährige Vereinsmitglieder ab sofort beitragsfrei zu stellen und damit die Jugendarbeit weiter zu stärken. Für erwachsene Mitglieder erhöht sich der Beitrag moderat auf 2,00 Euro pro Monat.

Zum Abschluss konnten einige der anwesenden Mitglieder für ihre langjährige Vereinsmitgliedschaft geehrt werden. Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Ellar wurden Michael Böcher und Christof Zey geehrt. Ehrenmitglied Hans-Günther Breithecker war über drei Jahrzehnte als aktiver Feuerwehrmann tätig, hat im Vereinsvorstand mitgewirkt und spielt bis heute im Traditionsspielmannszug die Querflöte (Sopran). Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde Hans-Günther Breithecker für 70 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Ellar geehrt.

Quelle: Freiwillige Feuerwehr 1929 e.V. Ellar


TOP Nachrichten

Veranstaltung

Führung durch den Unica-Bruch und das Lahn-Marmor-Museum
Lahn-Marmor-Museum Villmar | So., 26.4.2026 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Am 26. April bietet das Lahn-Marmor-Museum zwei Führungen an:
Von 14:00 bis 15:00 Uhr gibt es eine Führung durch den Unica-Bruch.
Im Anschluss gibt es von 15:00 bis 16:00 Uhr eine Führung durch das Museum.

Das Lahn-Marmor-Museum bietet anschauliche Informationen zur Entstehung, dem Abbau, der Verarbeitung und der Verwendung des Marmors von der Lahn, ein besonderer Rohstoff, der vor 380 Mio. Jahren - im Mitteldevon - entstanden ist. Die Struktur eines Stromatoporen-Riffs im Devonmeer ist nirgends in der Welt so klar zu sehen wie im Unica-Bruch in Villmar. In Villmar findet sich auf der rechten Lahnseite 380 Meter hinter dem Lahn-Marmor-Museum der Aufschluss „Unica-Bruch“, der mit einer glattgesägten und geschliffenen Wand einen weltweit einmaligen Einblick in ein mitteldevonisches Stromatoporenriff in Lebendstellung bietet. Zu erkennen sind neben den Stromatoporen und Korallen auch Seelilien, Kopffüßler, Schnecken sowie Brachiopoden, deren Wachstum durch den hohen Kalkgehalt des Devonmeeres begünstigt wurde.

Der Aufschluss im Villmarer Unica-Bruch – eine in zwei Terrassen gegliederte, etwa 6 Meter hohe, 15 Meter breite, gesägte Wand – gilt als ein sehr seltenes, vielleicht in der ganzen Welt sogar einmaliges Zeugnis der Entwicklung eines Stromatoporen-Riffs. Vor diesem Hintergrund wurde der Villmarer Aufschluss 2005 mit den Prädikaten "Nationales Geotop" und "Planet Erde - Welt der Geowissenschaften" ausgezeichnet. Damit zählt der Aufschluss zu den bedeutenden 77 Geotopen in Deutschland, hiervon befinden sich vier in Hessen. 

Das Museum gliedert sich in folgende Bereiche:

Geowissenschaften/Geologie
Anhand von Gesteinsproben, gesägten Platten, Fossilien und geologischen Filmen ist ein Vergleich des „Gestern“ mit dem „Heute“ möglich und verdeutlicht die faszinierenden, geowissenschaftlichen Facetten des Lahnmarmors. Die Erdgeschichte vor 380 Mio. Jahren "Als Hessen am Äquator lag" wird dargestellt

Technik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Hier kommen Technikfans auf ihre Kosten kommen, denn für den Abbau, die Verarbeitung und den Transport kommen zahlreiche Aspekte der Bewältigung schwerster körperlicher Arbeiten zur Sprache. Welche Gewinnungs- und Verarbeitungstechnologien waren in welcher Zeit üblich bzw. notwendig, welche Transportmittel standen zur Verfügung? Eine Besonderheit ist das Modell eines Steinbruches, das von Vereinsmitgliedern hergestellt wurde und anschaulich alle Geräte und Arbeitsschritte in übersichtlicher Tischgröße zusammenfasst. Die drei Aspekte Abbau, Verarbeitung und Transport werden eindrucksvoll mit Werkzeugen, historischen Fotos und Quellen erläutert, so dass die harte Arbeit der Steinbrecher, der Marmorierer und Steinmetze anschaulich vermittelt wird. In einer speziellen Dauerausstellung wird auch über den heutigen Kalksteinabbau in der Lahnregion informiert. Anhand von anschaulichen Beispielen wird ebenso die heutige Nutzung erklärt.

Kunstgeschichte und Architektur
Ein Werkstein wird erst zu einem solchen, indem er in Gebäuden und Objekten Verwendung findet. Somit ist der architektonisch-kunstgeschichtliche Teil der Ausstellung ein zentraler Punkt. Hier wird anhand von Bilddokumenten und Texten die weltweite Verbreitung des Lahnmarmors demonstriert. Kleinere kunsthandwerkliche Objekte (Vasen, Schalen, Schreibtischgarnituren) zeigen dem Besucher die gesamte Bandbreite der Verwendung.

Hinzu kommt als Highlight die diesjährige Sonderausstellung "Lahnmarmor im 19. Jahrhundert - Aufbruch in die Moderne".

Eine Anmeldung ist weder für die Führung durch den Unica-Bruch noch für das Lahn-Marmor-Museum erforderlich.

Kontakt: Lahn-Marmor-Museum
Mail: , Tel. 06482 6075588 (nur während der Öffnungszeiten)
www.lahn-marmor-museum.de

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