30.07.2026

NABU Essershausen: Gartenabfälle naturfreundlich entsorgen oder verwerten

Grünschnitt gehört nicht in Wald und Flur

Junge Rotfüchse NABU/Eric Neuling

Da die meisten Vögel nun ihre Jungen groß gezogen haben, können Gartenbesitzer wieder ohne Sorge Sträucher und Hecken beschneiden. Bei einem solchen Pflegeschnitt darf der Zuwachs des Jahres entfernt werden, um die Gebüsche auch während der Vegetationszeit wieder in Form zu bringen. Der dabei anfallende Grünschnitt gehört auf den Kompost oder in die Biotonne. „Leider werden immer wieder Grünschnitt und andere Gartenabfälle illegal im Wald oder am Wiesenrand abgeladen. Solche Abfälle gehören aber nicht in die freie Natur, sie schädigen dort die Böden und verbreiten gebietsfremde Arten“, erklärt Christoph Gath, Vorsitzender des NABU Essershausen. Deshalb ist die Entsorgung von Grünschnitt in der Landschaft eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer empfindlichen Geldbuße geahndet werden. Der NABU appelliert an Gartenbesitzende, ihren Grünschnitt naturfreundlich zu beseitigen oder ihn gewinnbringend im Garten weiterzuverwenden.

Es gibt viele Möglichkeiten, Gartenabfälle sinnvoll zu verwerten. Zum einen kann der Grünschnitt – meist bis zu einem Kubikmeter – bei kommunalen Grüngut-Annahmestellen kostenlos abgegeben werden. Dort werden die Gartenabfälle fachgerecht kompostiert. Zum anderen sind Gartenabfälle eine kostensparende Methode, um die Beete im Garten natürlich zu düngen. „Mit einem Komposthaufen oder einem Hügelbeet auf dem Grundstück hat man eine ökologische und preiswerte Alternative zum Kunstdünger und verwandelt seinen eigenen Garten in eine Kreislaufwirtschaft“, erläutert Gath. Holzschnitt kann gegebenenfalls mit einem Häcksler zerkleinert werden. Man kann Rasenschnitt und Blätter aber auch gut zum Mulchen der Beete verwenden. Die Abdeckung schützt den Boden in heißen Sommern vor Austrocknung und hält ihn locker. Der Mulch ist ein guter Bodenschutz bei trockenem Wetter und spart Gießwasser, schützt den Boden aber auch bei starkem Regen vor Erosion. Eine weitere Möglichkeit ist die Entsorgung von Gartenabfällen über die eigene Biotonne.

Bei der illegalen Entsorgung von Grünabfällen ist oft nicht bewusst, dass sie Schäden in Wald und Flur anrichten können. „Die meisten Waldböden sind von Natur aus nährstoffarm. Eine Entsorgung von Gartenabfällen im Wald gleicht deshalb einer hochdosierten Düngung des Bodens“, so der Naturschützer. Während der Verrottung des Gartenschnitts wird viel Stickstoff freigesetzt, der das Wachstum hochwüchsiger Pflanzen begünstigt und damit lichtliebende Arten der Wald- und Wiesenränder verdrängt. Zudem belastet der gärende Abfall den Boden. Besonders problematisch ist es, wenn mit Gartenabfällen invasive Arten wie Kirschlorbeer, Kanadische Goldrute oder Japanischer Staudenknöterich in die freie Natur gelangen. „Wem die heimische Natur am Herzen liegt, sollte bedenken, dass schon der eigene Haufen abgelagerter Gartenabfälle die biologische Vielfalt schädigen kann", so Gath.
Unter www.nabu-essershausen.de gibt es mehr über die Arbeit oder eine Mitgliedschaft der Essershäuser Naturschützer.

Quelle: NABU Essershausen


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Autofreier WeiltalSonntag 2026
Weiltal | So., 2.8.2026 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Auch in diesem Jahr findet wieder der umweltfreundliche Aktionstag Autofreier Sonntag im wunderschönen Weiltal statt. Entdecken Sie am 02.08.2026 das romantische Tal zwischen Weilrod - Rod an der Weil über Weilmünster und Weinbach nach Weilburg (Guntersau) zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Inlineskatern. Für reichlich Abwechslung sorgen wie jedes Jahr zwischen 09:00 und 17:00 Uhr viele tolle Aktionen und Verpflegungsstationen links und rechts der rund 30 Kilometer langen Strecke.

In diesem Jahr können Sie sich auf reichlich Abkühlung bei freiem Eintritt in den nahe der Strecke gelegenen Freibädern Weinbachs und Weilmünster freuen!

Der Autofreie WeiltalSonntag ist eine Gemeinschaftsaktion der Gemeinde Weilrod, des Marktflecken Weilmünster, der Gemeinde Weinbach und der Stadt Weilburg an der Lahn. Nachdem in den ersten neun Jahren der Veranstaltung die beiden Landkreise Limburg-Weilburg und Hochtaunuskreis als Veranstalter aufgetreten sind, wurde dies im Jahr 2013 erstmals durch die Gemeinden direkt an der Strecke übernommen. Die beiden Landkreise begrüßten diese Initiative zur Rettung der beliebten Veranstaltung und den großartigen Erfolg des WeiltalSonntages in den Folgejahren. Auch in Zukunft wird die Veranstaltung durch die beiden Landkreise weiterhin nach Kräften unterstützt.

In erster Linie bedanken sich die Veranstalter und Organisatoren aber immer für die großartige Unterstützung durch die mitwirkenden Vereine, Helferinnen und Helfer aus den Reihen der Feuerwehren und Polizei, das Deutsche Rote Kreuz und alle anderen Beteiligten, wie die Verkehrsverbünde VLDW und VHT, Fahrradgeschäfte in der Region und viele viele weitere...

 

Allgemeiner Hinweis: 
Während der Veranstaltung werden Foto- und Videoaufnahmen für Werbezwecke und Pressemitteilungen erstellt.

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