26.01.2026
Bürgermeister Ruoff plant ein neues Feuerwehrhaus und mehr
Hadamar: Was steht 2026 an
Michael Ruoff ist Bürgermeister in Hadamar. Foto: Michael Ruoff
Von geplanten Bauvorhaben über aktuelle Herausforderungen bis hin zu sozialen und kulturellen Projekten: Die Kommunen der Oberlahn-Region stehen auch in diesem Jahr vor vielfältigen Aufgaben. Aus diesem Grund haben wir als Redaktion von Oberlahn.de bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern nachgefragt, welche Themen in ihren Städten und Gemeinden 2026 im Mittelpunkt stehen. Heute schauen wir nach Hadamar.
Hadamar
In Hadamar steht die Umsetzung der zwei größten Bauprojekte der Stadtgeschichte an, teilt Bürgermeister Michael Ruoff mit. Im Bereich des Tiefbaus ist der DIN-gerechte Ausbau der Bürgersteige mit Grünanlagen entlang der Ortsdurchfahrt Niederhadamar sowie der Mainzer Landstraße vorgesehen. In diesem Zuge werden auch Wasserleitungen und Kanäle erneuert. Der Straßenkörper selbst wird von HessenMobil gebaut und finanziert. Die Ausschreibungen sollen Mitte 2026 erfolgen, ein Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Die Stadtverordnetenversammlung hat für das Projekt Mittel in Höhe von mehr als 14 Millionen Euro bewilligt. Die Anlieger sollen im Rahmen einer Veranstaltung am 26. Januar um 19 Uhr in der Stadthalle Hadamar informiert werden.
Im Hochbau steht ebenfalls das größte Projekt der Stadt Hadamar vor der Umsetzung. Das Feuerwehrhaus in der Stadtmitte für die Wehren Hadamar und Niederzeuzheim sollen neugebaut werden. Damit verbunden ist der Bau eines Verkehrkreisels. Mit einer Investitionssumme von 30,4 Millionen Euro soll damit die Grundlage für einen leistungsfähigen Brand-, Katastrophen- und Zivilschutz geschaffen werden. Das neue Gebäude wird nicht nur aktuellen fachlichen Anforderungen gerecht, sondern ist auch auf zukünftige Herausforderungen wie steigende Einsatzzahlen, klimabedingte Veränderungen, den demografischen Wandel, die Digitalisierung sowie moderne Einsatztechnik ausgelegt. Zugleich sollen verbesserte Arbeits- und Hygienestandards sowie die mögliche Integration weiterer Stadtteilwehren berücksichtigt werden. Die Führung der Feuerwehren wird in den nächsten Umsetzungsschritten eingebunden. In einer Bürgerversammlung soll zudem nach Erhalt der notwendingen Genehmigungen über das Projekt informiert werden.
Darüber hinaus ist eine Vielzahl an weiteren Investitionen im Planungszeitraum 2026/27 vorgesehen: In Gemeindestraßen, Brücken, Trinkwasserversorgung, Abwasserbseitigung, Hochwasserschutz, Starkregenvorsorge, Kinderbetreuung, Umweltschutz sowie in kommunale Hallen. Gleichzeitig bleibt die finanzielle Lage eine große Herausforderung: Steigende Ausgaben etwa für Umlagen, Personal, Kinderbetreuung und den Unterhalt kommunaler Gebäude werden die Haushalte in den kommenden Jahren weiter belasten.
Sein Fazit: "Herausfordernd bleibt die finanzielle Situation der Kommunen insgesamt. Die laufenden Kosten für Umlagen, Personal, die Kinderbetreuung, die Unterhaltung unserer Gebäude, usw. wird in den nächsten Jahren nicht einfacher".