08.10.2026

Kurze Videos und praktische Beispiele sollen Schülerinnen und Schüler für Mathematik außerhalb des Unterrichts begeistern

Mathe im Alltag: Studienkreis in Limburg zeigt neue Wege zum Lernen

Foto: Studienkreis Limburg an der Lahn

Mathematik begegnet Schülerinnen und Schülern nicht nur im Unterricht. Beim Einkaufen, Kochen, Spielen oder unterwegs spielen Zahlen, Mengen, Formen und Wahrscheinlichkeiten eine Rolle. Der Studienkreis in Limburg möchte zeigen, dass sich Mathematik auch abseits von Schulbüchern und Klassenarbeiten entdecken lässt.

Dazu stehen online kurze Videos mit praktischen Tipps rund ums Rechnen und Lernen zur Verfügung. Die Mathematikerin und Nachhilfeexpertin Manuela Csikor erklärt darin unter anderem, wie regelmäßiges Üben, Kopfrechnen, das Erklären eigener Lösungswege oder Mathespiele beim Lernen helfen können. Die Videos sind unter studienkreis.de/ilovemathe abrufbar.

Mathematik ohne Prüfungsdruck entdecken

Nach Einschätzung des Studienkreises kann es insbesondere Kindern und Jugendlichen mit schlechten Erfahrungen im Fach helfen, Mathematik zunächst ohne schulischen Druck zu erleben. Im Alltag bieten sich dafür zahlreiche Gelegenheiten: Auf einer Autofahrt lässt sich beispielsweise das Einmaleins üben, beim gemeinsamen Essen können Bruchrechnungen eine Rolle spielen oder bei Gesellschaftsspielen wird ganz nebenbei gerechnet.

„Mathematik lebt von vielen kleinen Aha-Momenten“, sagt Manuela Csikor. Wenn Kinder selbst auf eine Lösung kämen, könne das ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken und sie motivieren, sich an weitere Aufgaben heranzuwagen.

Auch Thomas Momotow vom Studienkreis sieht darin einen möglichen anderen Zugang zum Fach. Mathematik werde häufig vor allem mit Unterricht und Noten verbunden. Ein spielerischer Umgang könne dabei helfen, Berührungsängste abzubauen.

Kostenloses Mathepaket vor Ort

Zusätzlich stellt der Studienkreis in Limburg nach eigenen Angaben kostenlos ein Mathepaket mit verschiedenen Materialien rund um das Thema zur Verfügung. Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht.

Neben den Videos finden Schülerinnen und Schüler auf der Internetseite weitere Lern- und Rechentipps, Merkhilfen sowie Anregungen, Mathematik auch außerhalb des klassischen Unterrichts zu entdecken.

Quelle: Studienkreis Limburg an der Lahn


TOP Nachrichten

Veranstaltung

ONCE UPON A TIME – CONDENSED
Rosenhang Museum | Do., 1.10.2026 bis So., 25.10.2026 23:59 Uhr

Martine Seibert-Raken präsentiert eine Werkgruppe, die sich mit Wasser, Wind, Wolken, Nebel und atmosphärischen Veränderungen beschäftigt.

Ausgangspunkt der Ausstellung sind Naturphänomene, die uns täglich begegnen und dennoch etwas Geheimnisvolles bewahren. Sie interessiert dabei weniger die naturwissenschaftliche Betrachtung als die Frage, wie Landschaften, Wetter, Gerüche, Licht und Erinnerungen in uns nachwirken und unsere Wahrnehmung prägen.

Die Ausstellung verbindet unterschiedliche Werkgruppen miteinander: Zeichnungen, Objekte, Installationen und skulpturale Arbeiten. Von Spuren im Sand über Fundstücke aus dem Wasser bis hin zu den großformatigen Wolkeninstallationen entsteht eine Erzählung über Veränderung, Erinnerung und Verdichtung.

Der Begriff Condensed verweist dabei sowohl auf die physikalische Kondensation von Wasser als auch auf die Verdichtung von Zeit, Erfahrung und Erinnerung.

Die Lage des Museums unmittelbar an der Lahn bildet hierfür einen besonderen Bezugspunkt. Die Ausstellung versteht sich als poetische Reise durch verschiedene Zustände von Landschaft und Wahrnehmung – vom Flüchtigen bis zum Greifbaren, vom Fundstück bis zur raumgreifenden Installation.

Neben den größeren Installationen werden auch kleinere Arbeiten gezeigt, die einen unmittelbaren Zugang zu ihrem Werk ermöglichen und unterschiedliche Aspekte ihrer künstlerischen Arbeit sichtbar machen.



Martine Seibert-Raken (*1965 in Lüneburg) lebt und arbeitet in Unkel am Rhein.

Nach einer Ausbildung zur Tischlerin studierte sie Architektur in Köln. Es folgten Tätigkeiten im Bereich Architektur, Interior Design und Kunst am Bau sowie die Gründung ihres eigenen Studios im Jahr 1999. Die Verbindung von Raum, Material, Landschaft und Wahrnehmung prägt bis heute ihr künstlerisches Werk.

Ausgehend von Zeichnung, Objekt und Installation entwickelte sie die fortlaufende Werkserie „Once upon a time…“, die sich mit Natur, Veränderung, Erinnerung und Vergänglichkeit auseinandersetzt. Charakteristisch sind großformatige Installationen und skulpturale Arbeiten, die häufig im Dialog mit Landschaft, Architektur und öffentlichem Raum entstehen.

Zu den wichtigen Stationen ihres künstlerischen Werdegangs zählen der Gewinn des Rhine Prize 2015, die Teilnahme an der Biennale di Venezia 2019, internationale Projekte in Italien, Deutschland und Frankreich sowie die Auszeichnungen im Rahmen des Arte Laguna Prize 2024. 2025 entstanden die Artist-in-Residence-Projekte „Once upon a time… Mandranova“ auf Sizilien sowie weitere Arbeiten in Venetien.

Eintritt frei.

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