09.07.2026

2025 starben 2.832 Menschen im Straßenverkehr

Mehr Verkehrstote: DVR fordert konsequentere Maßnahmen

Foto: Daniela Stanek, DVR

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im Jahr 2025 erneut gestiegen. Nach den jetzt veröffentlichten endgültigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes kamen 2.832 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben – rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Positiv entwickelte sich hingegen die Zahl der Schwerverletzten, die um knapp drei Prozent auf rund 49.200 zurückging.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) sieht die Entwicklung mit Sorge und fordert eine konsequentere Umsetzung von Maßnahmen an bekannten Unfallschwerpunkten. Unfallkommissionen aus Polizei, Straßenverkehrsbehörden und Straßenbaulastträgern entwickeln bereits konkrete Vorschläge zur Entschärfung gefährlicher Stellen. Nach Ansicht des DVR scheitert deren Umsetzung jedoch häufig an fehlendem Personal, finanziellen Mitteln oder bürokratischen Hürden.

Besonders auf Landstraßen zeigt sich nach Angaben des DVR zwar eine positive Entwicklung: Die Zahl der tödlichen Abbiege-, Einbiege- und Kreuzungsunfälle sank von 294 im Jahr 2024 auf 280 im Jahr 2025. Auch die Zahl der Schwerverletzten bei diesen Unfällen ging zurück. Um diesen Trend fortzusetzen, seien gut erkennbare Kreuzungen, frühzeitige Geschwindigkeitsreduzierungen und eine sichere Verkehrsführung entscheidend.

Sorgen bereitet dem Verkehrssicherheitsrat zudem die zunehmende Ablenkung am Steuer. Die Zahl der Unfallbeteiligten, bei denen Ablenkung als Unfallursache festgestellt wurde, stieg innerhalb eines Jahres von rund 8.700 auf etwa 9.500. Der DVR geht dabei von einer hohen Dunkelziffer aus und spricht sich für einen verstärkten Einsatz sogenannter Handy-Blitzer aus, mit denen verbotene Handynutzung am Steuer erkannt werden kann.

Alkohol bleibt ebenfalls ein erhebliches Risiko im Straßenverkehr. Zwar sank die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss 2025 leicht auf rund 34.800, dennoch fordert der DVR weiterhin ein generelles Alkoholverbot für Fahrerinnen und Fahrer von Kraftfahrzeugen.

Weitere Informationen zur Verkehrssicherheitsarbeit des Deutschen Verkehrssicherheitsrats gibt es unter www.dvr.de.

Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) e.V.


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