07.07.2026

Mit guter Vorbereitung, Nachbarschaftshilfe und Einbruchschutz lassen sich viele Risiken vermeiden.

So bleibt das Zuhause in den Ferien sicher

Foto: Pixabay.com/analogicus

Mit Beginn der Ferienzeit steigt nicht nur die Vorfreude auf den Urlaub, sondern auch das Risiko für Einbrüche. Davor warnen Experten der ARAG. Wer verreist, sollte deshalb rechtzeitig Vorsorge treffen und klare Absprachen mit Nachbarn oder Freunden treffen, die sich während der Abwesenheit um Haus oder Wohnung kümmern. 

Ob Blumen gießen, den Briefkasten leeren oder Rollläden bewegen: Nachbarschafts-hilfe gehört für viele Urlauber selbstverständlich dazu. Dennoch können dabei Schäden entstehen. Verursacht der Helfer beispielsweise einen Wasserschaden oder beschädigt ein Fenster, haftet grundsätzlich die Person, die den Schaden verursacht hat. Die private Haftpflichtversicherung übernimmt solche Schäden häufig, allerdings sind sogenannte Gefälligkeitshandlungen nicht in jeder Police automatisch mitversichert. Auch beim Überlassen von Haustürschlüsseln lohnt sich ein Blick in die Versicherungsbedingungen, insbesondere bei Schließanlagen in Mehrfamilienhäusern.

Wer Nachbarn bittet, Pakete anzunehmen, sollte zudem vereinbaren, wo diese sicher aufbewahrt werden. Gehen Sendungen nach der Annahme verloren oder werden beschädigt, kann es je nach Einzelfall zu Haftungsfragen kommen.

Ebenso wichtig ist ein wirksamer Einbruchschutz. Ein überquellender Briefkasten, dauerhaft geschlossene Rollläden oder tagelang dunkle Fenster signalisieren schnell, dass niemand zu Hause ist. Zeitschaltuhren für Lampen, automatisch gesteuerte Rollläden oder Nachbarn, die regelmäßig nach dem Rechten sehen, können einen bewohnten Eindruck vermitteln.

Fenster und Türen sollten beim Verlassen des Hauses immer vollständig geschlossen und abgeschlossen werden. Gekippte Fenster können im Schadensfall den Versicherungsschutz gefährden. Hausratversicherungen leisten in der Regel nur bei einem nachweisbaren Einbruch mit entsprechenden Einbruchsspuren.

Zusätzliche Sicherheit bieten technische Maßnahmen wie Bewegungsmelder, einbruchhemmende Fenster und Türen oder Alarmsysteme. Außerdem raten Experten dazu, Urlaubsfotos und Reisepläne erst nach der Rückkehr in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, damit potenzielle Einbrecher nicht auf die Abwesenheit aufmerksam werden.

Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Einbruch, sollte umgehend die Polizei verständigt und der Tatort möglichst unverändert gelassen werden. Anschließend ist der Schaden schnellstmöglich der Hausratversicherung zu melden. Fotos, Kaufbelege oder Inventarlisten erleichtern die Schadensregulierung.

Die ARAG weist darauf hin, dass die psychische Belastung nach einem Einbruch oft schwerer wiegt als der materielle Schaden. Das Gefühl der Sicherheit in den eigenen vier Wänden geht plötzlich verloren. Umso wichtiger ist es, mit guter Vorbereitung sowohl das eigene Zuhause als auch das Verhältnis zu hilfsbereiten Nachbarn entspannt und sicher durch die Ferienzeit zu bringen.

Quelle: ARAG SE


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