28.08.2026

"Nicht nur fachlich, sondern auch persönlich wird er uns fehlen."

SPD-Fraktionschef Michael Uhl scheidet aus gesundheitlichen Gründen aus dem Kreistag aus

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Uhl scheidet aus Runkel Ennerich wird Ende August aus gesundheitlichen Gründen seinen Abschied aus der Kommunalpolitik nehmen. Katharina Huber, SPD

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag des Landkreises Limburg-Weilburg, Michael Uhl, hat seine Fraktion am Freitag darüber informiert, dass er aus gesundheitlichen Gründen den Fraktionsvorsitz abgeben und aus dem Kreistag ausscheiden wird. Auch sein Mandat als Stadtverordneter der SPD in Runkel wird Uhl abgeben. Der 68-jährige ehemalige Schulleiter der Johann-Christian-Senckenberg-Schule kommt aus Ennerich, ist als Bildungsexperte im Kreistag über Parteigrenzen hinweg anerkannt und wird für seinen sachlichen und kooperativen Stil geschätzt.

„Ich habe mir die Entscheidung, den SPD-Fraktionsvorsitz und meine kommunalpolitischen Mandate zum Ende des Monats abzugeben, wahrlich nicht leicht gemacht. Am Ende lässt mir meine Gesundheit aber keine andere Wahl. Die Situation ist glücklicherweise nicht lebensbedrohlich, aber doch ernst genug, um mich dazu zu zwingen, künftig kürzer zu treten“, erklärte Michael Uhl. Um möglichen Spekulationen vorzubeugen, betonte Uhl, dass keine anderen Gründe eine Rolle spielten: „Ich habe mich stets mit großer Freude im Kreistag und als Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion engagiert. Diese Arbeit wird mir fehlen. Ich durfte einem großartigen Team vorstehen und habe mit wundervollen Menschen in Politik, Verwaltung und Gesellschaft zusammengearbeitet. Mein Dank gilt auch den Kolleginnen und Kollegen unseres Kooperationspartners CDU sowie den Vertreterinnen und Vertretern der demokratischen Parteien und den Mitarbeitenden unserer Verwaltung, mit denen ich gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet habe.“, so Michael Uhl. Auch wenn er sich aus der Kommunalpolitik verabschieden müsse, engagiere er sich weiterhin mit Leidenschaft für Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Toleranz und Vielfalt, Werte, die ihm besonders am Herzen liegen, betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende bei der Ankündigung seines Rückzuges.

Der SPD-Unterbezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete Tobias Eckert dankte Michael Uhl für seinen Einsatz in der ehrenamtlichen Kreis- und Kommunalpolitik: „Am Ende geht die Gesundheit immer vor, auch wenn wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht hätten. Michael Uhl hat die SPD-Kreistagsfraktion in schwierigen Zeiten übernommen und schnell Vertrauen aufgebaut, weit über die Fraktionsgrenzen hinaus. Sein Talent unterschiedliche Ideen zu vereinen und Alle mitzunehmen, zeichnen seine Arbeit ebenso aus wie sein Verhandlungsgeschick. Hart in der Sache, aber immer fair, verlässlich und kompromissfähig im Ergebnis. Seine Entscheidung verdient Respekt und die SPD im Kreis Limburg-Weilburg ist Michael Uhl zu großem Dank verpflichtet.“
Der Erste Kreisbeigeordnete Jörg Sauer Jörg bedauert, dass die Kreisgremien mit dem Rückzug von Michael Michael Uhl einen leidenschaftlichen Kommunalpolitiker mit mehr als einem viertel Jahrhundert Erfahrung im Kreistag und einen hervorragend vernetzten Bildungsexperten verlieren: „Durch seinen Einsatz für die Schulen und Bildungseinrichtungen in unserem Landkreis und seine offene Art auf alle Menschen zuzugehen, hat Michael Uhl sich verdient gemacht. Ich hoffe sehr, dass wir künftig dennoch auch auf seinen Rat und sein Wissen zurückgreifen dürfen. Nicht nur fachlich, sondern auch persönlich wird er uns fehlen, wenngleich ich sehr gut nachvollziehen kann, dass er sich zugunsten seiner Gesundheit entschieden hat, von der Kommunalpolitik Abschied zu nehmen“, so Jörg Sauer.

Quelle: SPD Limburg-Weilburg


TOP Nachrichten

Veranstaltung

Heimatgeschichtliche Ausstellung geöffnet!
Pfarrheim Alte Schule | So., 13.9.2026 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Die Heimatstube Obertiefenbach ist am Sonntag, dem 13. September 2026, von 14:00 bis 16:00 Uhr, geöffnet. Im denkmalgeschützten Kath. Pfarrheim Alte Schule, An der Kirche 12, ist auf einer Fläche von rund 190 m2 die seit 28 Jahren immer wieder erweiterte, heimatgeschichtliche Dauerausstellung im Dachgeschoss zu besichtigen.

Vielzahl an Dokumenten, Fahnen, Fotografien, Büchern und Ortsplänen

Das Heimatarchiv bietet eine Vielzahl an Dokumenten, Fahnen, Fotografien, Büchern, Bildern und Ortsplänen aus dem Leben früherer Generationen. Eine komplette historische Schuhmacherwerkstatt, eine frühere Wohnstube mit Herd, ein Bett mit Strohmatratze, Arbeitsgeräte einer Schreinerei und Zimmerei, eines Dachdeckers und eines Anstreichers finden sich ebenfalls hier sowie viele alte Geräte aus der Landwirtschaft und aus dem Haushalt. Zudem sind Gegenstände aus dem religiösen Leben und historische Ausrüstungsgegenstände der Freiwilligen Feuerwehr ausgestellt. Auch drei frühere Schulbänke sind im Bereich Schule und Lernen zu bewundern. Ein Gebrauchsgegenstand des Museums war bereits Höhepunkt in einer Sendung der Rateshow des hr-fernsehens „dings vom dach“.

Exponate, welche die Arbeiten beim Basaltabbau zeigen

Regionaltypisch sind auch die Exponate, welche die Arbeiten beim Basaltabbau zeigen, sowie die Gesteine aus der Heimatgemeinde: Basalt, Ton, Quarzit und Eisenstein; zudem eine Güterlore, die sich vor dem Gebäude befindet.

Gruppenfotos der Erstkommunion-Jahrgänge ab 1926 einsehbar

In heimatkundlichen Sammlungen sind nach Themengebieten wesentliche Presseartikel und Fotografien, darunter Gruppenfotos der Erstkommunion-Jahrgänge ab 1926, für interessierte Besucher einsehbar.

Bei etlichen Fotos sind allerdings die Namen der abgebildeten Personen nicht bekannt; hier freut sich das Museumsteam über Ergänzungen beim Besuch.

Lückenlose Darstellung der Kirmesburschenjahrgänge ab 1947

Die lückenlose Erfassung der Kirmesburschenjahrgänge ab 1947 als Fotodokumentation und auch die dazugehörigen Zeitungsberichte über die Obertiefenbacher Kirmes seit 1950 liegen zur Ansicht für alle Besucher aus.

Obertiefenbach nahm besonders viele Heimatvertriebene auf

Da infolge des Zweiten Weltkriegs das Dorf Obertiefenbach besonders viele Heimatvertriebene aufnahm, die das Dorfbild um die 1950er Jahre mitprägten, ist auch dies in der Heimatstube veranschaulicht.

Geschichte und Darstellungen zum Kloster Beselich

Ebenso sind vielfältige Unterlagen und Darstellungen über das ehemalige Kloster bzw. die Klosterruine Beselich sowie deren Erhaltungsmaßnahmen dokumentiert.

Urkunde des Treuebekenntnisses der sieben Knaben zu Bischof Blum

In einer Urkunde hatten sieben Schuljungen ihr Bekenntnis als treue Anhänger der katholischen Kirche und ihres Limburger Bischofs Peter Joseph Blum in der Zeit des Kulturkampfes am 16. Juni 1874 festgehalten und darüber hinaus weitere Schriftstücke hinterlassen. Diese historischen Dokumente der Schüler geben dem Schulgebäude eine unverwechselbare geschichtliche Bedeutung. Eine nachgebildete Schulbankgruppe lädt insbesondere Kinder zum Spielen und Verweilen ein.

Ernennungsurkunde des verstorbenen Bundesministers und Ehrenbürgers Georg Leber

In einer Vitrine sind auch die Original-Ernennungsurkunde des verstorbenen Bundesverteidigungsministers und Obertiefenbacher Ehrenbürgers Georg Leber sowie weitere mit ihm zusammenhängende Dokumente und Fotos aus der Politik der 1960er bis 1980er Jahre (u.a. Leber mit US-Präsidenten John F. Kennedy und Jimmy Carter, sowie Bundeskanzler Helmut Schmidt) ausgestellt.

Am zweiten Sonntag jeden Monats für Besucher geöffnet

Im Übrigen ist dieses Heimatmuseum am zweiten Sonntag jeden Monats für Besucher geöffnet. Eintritt wird nicht erhoben.

Das ehrenamtliche Team der Heimatstube freut sich über Ihren Besuch.

URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatstube_Beselich-Obertiefenbach

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