05.07.2026

Förderbescheid umfasst Gesamtkosten in Höhe von 44.000€

Stadt Hadamar erhält Zuschuss für Kommunales Entwicklungskonzept

Birgit Weber (Stadtbauamt Hadamar), Bürgermeister Michael Ruoff, Erster Kreisbeigeordneter Jörg Sauer, Leiterin Anett-Christin Hochheim und Rabia Ulusoy vom Amt für den Ländlichen Raum, Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz bei der Förderbescheid-Übergabe (v. l.). Foto: Olga Herb

Die Stadt Hadamar hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg in das hessische Dorfentwicklungsprogramm gemacht. In der Schlossaula in Hadamar überreichte der Erste Kreisbeigeordnete Jörg Sauer einen Zuwendungsbescheid zur Förderung der Erstellung eines Kommunalen Entwicklungskonzepts (KEK). Das Konzept bildet die Voraussetzung für die Bewerbung um die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen.

Bereits am 6. Februar 2025 hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, eine Bewerbung für die Stadtteile Hadamar (Kernstadt), Niederhadamar, Faulbach, Niederzeuzheim, Oberzeuzheim, Steinbach, Oberweyer und Niederweyer vorzubereiten. Grundlage hierfür ist die Erarbeitung eines Kommunalen Entwicklungskonzepts, das über das Förderprogramm „Dorfmoderation“ mit 80 Prozent der förderfähigen Nettokosten unterstützt wird.

Der jetzt übergebene Förderbescheid umfasst Gesamtkosten in Höhe von 44.000 Euro. Davon werden förderfähige Kosten in Höhe von 31.250 Euro anerkannt. Der Zuschuss des Landes beträgt insgesamt 25.000 Euro.

Das Kommunale Entwicklungskonzept dient als strategische Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Stadtteile und ist Voraussetzung für die Anerkennung als Förderschwerpunkt der Dorfentwicklung. Zu den verpflichtenden Bestandteilen gehören unter anderem die Darstellung der Kommune, eine umfassende Bestandsaufnahme in den Bereichen Demografie, kulturgeschichtliches Erbe, Siedlungsbild und Innenentwicklung, die Analyse der örtlichen Infrastruktur sowie des kommunalen und bürgerschaftlichen Engagements. Darüber hinaus werden die Stärken und Schwächen der Kommune analysiert und darauf aufbauend Entwicklungsziele, Strategien und Handlungsfelder formuliert. Ebenso sind die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie die Darstellung der finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen für den Dorfentwicklungsprozess Bestandteile des Konzepts.

Die Stadt Hadamar plant, über die Mindestanforderungen hinaus einen besonders intensiven Beteiligungsprozess durchzuführen. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und umfassend in die Entwicklung ihrer Stadtteile einzubeziehen und gemeinsam Zukunftsperspektiven zu erarbeiten.

Die Bewerbung um die Anerkennung als Förderschwerpunkt für das Jahr 2027 muss bis zum 1. Februar 2027 beim Land Hessen eingereicht werden. Das Kommunale Entwicklungskonzept soll daher noch im Laufe des Jahres 2026 fertiggestellt werden.
Im Landkreis Limburg-Weilburg sind derzeit mit Elz, Mengerskirchen, Waldbrunn, Hünfelden und Dornburg fünf Kommunen als Förderschwerpunkte der Dorfentwicklung anerkannt. Nach einer erfolgreichen Aufnahme in das Programm steht den Kommunen für die Umsetzung ihrer Projekte ein Finanzrahmen von rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderquote für kommunale Maßnahmen liegt – abhängig von der jährlichen Festlegung – zwischen 60 und 80 Prozent der förderfähigen Nettokosten.
Darüber hinaus eröffnet die Anerkennung als Förderschwerpunkt auch privaten Eigentümerinnen und Eigentümern Fördermöglichkeiten innerhalb festgelegter Fördergebiete, die in der Regel die historischen Ortskerne umfassen. Bezuschusst werden unter anderem Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen, Umnutzungen und Erweiterungen bestehender Gebäude, städtebaulich verträgliche Rückbau- und Ersatzmaßnahmen sowie die Gestaltung und ökologische Aufwertung von Hof-, Garten- und Grünflächen. Die Förderung beträgt 35 Prozent der förderfähigen Nettoausgaben, maximal 45.000 Euro je Objekt. Für Kulturdenkmäler sowie den Umbau von Wirtschaftsgebäuden zur Schaffung von bis zu drei Wohneinheiten sind Zuschüsse von bis zu 60.000 Euro möglich. Förderfähig sind Maßnahmen ab einem Investitionsvolumen von 10.000 Euro an förderfähigen Nettokosten.


TOP Nachrichten

Veranstaltung

Ich liebe Worte
Rosenhang Museum | Do., 9.7.2026 bis Di., 21.7.2026 23:59 Uhr

SAXA Wortmalerei

27.05.1975 geboren in Siegen (NRW), 81-94 Schulen in Niederweimar und Marburg/Lahn | Abitur, 94-95 Zivildienst (individuelle Schwerstbehindertenbetreuung), 95-97 Bauleitungsassistent in Architekturbüro in Gießen, 97-04 Studium der Humanmedizin an der Uni Köln | 3. Staatsexamen, 03-06 Dissertation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie | Promotion, ab 05 Künstler und Autor

Ausstellung: „Ich liebe Worte“ – SAXA

Worte können flüstern, schreien, verführen oder verletzen. In seiner neuen Ausstellung „Ich liebe Worte“ widmet sich der Künstler SAXA der Kraft der Sprache – ihrer Schönheit, ihrer Mehrdeutigkeit und ihrem Einfluss auf unser Denken und Fühlen.

Mit einer spannenden Mischung aus Bild, Text und experimentellen Formen erkundet SAXA, wie Worte Bilder erschaffen und wie Bilder selbst zu Worten werden können. Seine Arbeiten spielen mit Fragmenten, Zitaten und eigenen poetischen Setzungen. Mal sind sie laut und provokant, mal leise und nachdenklich – immer jedoch laden sie dazu ein, Sprache neu zu sehen und zu erleben.

Die Ausstellung eröffnet einen Raum, in dem Sprache nicht nur gelesen, sondern gespürt werden kann. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich zwischen Zeichen, Bedeutungen und Emotionen zu bewegen und die persönliche Beziehung zu Worten zu entdecken.

„Ich liebe Worte“ ist eine Hommage an die Sprache – und an die unendlichen Geschichten, die sie in sich trägt.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagiert sich SAXA auch im Bildungsbereich. Mit seinem Projekt „SAXA macht Schule“ bringt er seine kreative Arbeitsweise direkt in Klassenzimmer. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für Kunst, Sprache und die eigene Handschrift zu begeistern.

Im Rahmen des Projekts gestalten Schülerinnen und Schüler gemeinsam ein großformatiges Kunstwerk. Ein Motiv wird dabei in viele kleine Felder aufgeteilt, die von den Kindern individuell gestaltet werden – mit eigenen Worten, Gedanken oder kurzen Texten. Am Ende werden alle Teile zu einem großen Gesamtbild zusammengesetzt, das die Vielfalt der Beiträge sichtbar macht.

Das Projekt verbindet künstlerische Kreativität mit pädagogischen Zielen: Es stärkt Selbstvertrauen, fördert Teamarbeit und zeigt den Schülerinnen und Schülern, dass ihre eigenen Gedanken Teil eines größeren Ganzen werden können. Da die so entstandenen Kunstwerke in der Regel anschließend dauerhaft in den Bildungseinrichtungen installiert werden, handelt es sich um gemeinsame kreative Erlebnisse, die im wahrsten Sinne des Wortes hängen bleiben.

Mit seiner Kunst und seinem Engagement schlägt SAXA eine Brücke zwischen Kunst, Sprache und gesellschaftlicher Teilhabe – und zeigt eindrucksvoll, wie kraftvoll Worte sein können.

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

Vernissage 12.07.2026, 14 h

Es spricht Christina zu Mecklenburg, Kunsthistorikerin aus Bonn, und SAXA liest zu seinen Bildern

19.07.2026, 13-17 h

Man kann die Bilder geschmacklich probieren. Bilder sind mit Wein erstellt.
Das PIPPI Projekt (SAXA macht Schule wird vorgestellt)
Buchvorstellung (Neues Buch mit allen Werken und Texten, erschienen November 2025)

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