27.07.2026

Zahlreiche Erinnerungen und viele Freundschaften gingen aus dem Verbund hervor

Zevenaar und Weilburg blicken auf 60 Jahre Städtepartnerschaft

Margit Bach

Viele Menschen aus Zevenaar haben sich in den letzten 60 Jahren in Weilburg verliebt. Und umgekehrt genauso: auch die Weilburger haben ihre Liebe für diese tolle holländische Stadt keimen und zu einer großen, wunderbaren Blume wachsen lassen. Dies wurde jetzt bei der großen Feier "60 Jahre Städtepartnerschaft mit Zevenaar" im Komödienbau deutlich. Am 18. Mai 1966 war die Städtepartnerschaft offiziell geschlossen worden, damals entstanden im "Viererbund" mit Privas/Frankreich, Tortona/Italien, Zevenaar/Holland und Weilburg. In späteren Jahren kamen dann auch noch Kezmarok/Slowakei, Kizilcahamam/Türkei, Colmar-Berg/Luxemburg und Quattro Castella/Italien hinzu.

Das 50jährige Bestehen der Partnerschaft wurde 2016 gefeiert. Damals dankte Hans-Peter Schick als Bürgermeister all den Menschen, "die die Städtepartnerschaft leben und die Freundschaften vertiefen". Jetzt beim 60. Jubiläum statteten einige Personen aus der 36köpfigen holländischen Delegation in Weilburg auch Herbert Ohly einen Besuch ab. Zu dessen aktiven Zeiten gehörten die Besuche und Gegenbesuche in Partnerstädten zum Alltag und zur großen Leidenschaft von Herbert und seiner (inzwischen verstorbenen) Gattin Annchen. Völkerverbindende Treffen und Begegnungen mit einst „fremden“ Menschen waren mehr als 50 Jahre eine Herzensangelegenheit des Paars, das sich über viele Freundschaften mit Menschen aus den Partnerstädten freute.

Bürgermeister Johannes Hanisch begrüßte am Freitag Mittag die Gäste und hob als wesentliche Elemente der Partnerschaften auch Martina Mehl, Thomas Franke und Sascha Schöffler hervor: die letzten beiden gehören der Weilburger Feuerwehr an und Sascha Schöffler engagiert sich auch besonders für die Zusammenarbeit mit der "Frijwilligen Brandweer Zevenaar". Alle fünf Jahre nehmen die Weilburger Brandschützer bei den dortigen Feuerwehrwettkämpfen teil.

An die Gründungszeit erinnerte das Stadtoberhaupt: der Gedanke der Städtepartnerschaften sei sehr bedeutsam gewesen, damit sich dieses Europa nach dem zweiten Weltkrieg habe neu kennenlernen können. "Es sind sehr viele Freundschaften entstanden, was ein unermesslicher Beitrag für die Völkerverständigung ist", sagte Johannes Hanisch und dankte allen, die dies mitgeprägt haben, dazu zählte auch sein Vorgänger Hans-Peter Schick. Für die Zukunft stelle sich die Frage, wie die Jugend weiterhin miteingebunden werden könne.

Und der Bürgermeister wies auf den September hin: so werde eine Delegation MItte des Monats erneut mit dem Fahrrad von Weilburg nach Zevenaar radeln. Er selbst komme mit dem Auto am 12. September nach. Walter Kokert, der Vorsitzendes des Stadtpartnerschaftsvereins, berichtete, dass der Verein auch finanzielle Unterstützung leisten könne, wenn Besuche oder Kontakte gepflegt würden. So seien Gäste in den letzten 60 Jahren bei Erwachsenentreffen meist in kleinen Gruppen in Familien untergebracht gewesen. Auch bei Weihnachtsmärkten und Residenzmärkten sei oft ein Team aus Zevenaar mit einem Stand vertreten.

Das Komitee in Zevenaar hat leider keine Nachfolger mehr gefunden und wurde im Komödienbau gewürdigt und verabschiedet. Jan Boerboom sagte: "Die menschliche Seite unserer Existenz stand immer im Vordergrund und die Menschen aus den verschiedenen Ländern haben sich verbunden". Auch Luciën van Riswijk, der jetzige Bürgermeister von Zevenaar, betonte die beeindruckende, 60 Jahre währende Freundschaft und sagte: "Sie sind uns jederzeit herzlich willkommen".

Quelle: Margit Bach


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Veranstaltung

In bilico
Rosenhang Museum | So., 21.6.2026 bis So., 20.9.2026 23:59 Uhr

Die umfangreiche Ausstellung des Künstlers Giuseppe Donnaloia präsentiert eine Reihe vorwiegend neuer Arbeiten in Malerei, Zeichnung und Skulptur.

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Donnaloia, 1967 in Duisburg geboren, erhielt seine künstlerische Ausbildung in Florenz und Monopoli, bildete sich anschließend in Köln zum Bronzegießer sowie zum Steinmetz und Steinbildhauer aus und lebt und arbeitet heute in Calci bei Pisa. Als Maler, Bildhauer und Restaurator verbindet er traditionelles künstlerisches Handwerk mit einer zeitgenössischen Formensprache. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit Material, Struktur und Wahrnehmung aus und bewegen sich zwischen handwerklicher Präzision, bildhauerischer Kraft und malerischer Eigenständigkeit. Seit 2022 lehrt Giuseppe Donnaloia zudem Bildhauerei an der Accademia di Belle Arti di Lecce.

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