01.08.2026
Im Test überzeugen die meisten Modelle, zwei Scooter bestehen die Belastungsprüfung nicht
ADAC-Test: Sieben von zehn E-Scootern schneiden "gut" ab
Foto: Pixabay.com/doosenwhacker
Der ADAC hat zehn aktuelle E-Scooter mit Straßenzulassung getestet. Die Modelle im Preisbereich zwischen 499 und 799 Euro wurden unter anderem auf Fahrverhalten, Bremsen, Bedienung, Sicherheit, Haltbarkeit, Reichweite und mögliche Schadstoffe geprüft. Das Ergebnis fällt insgesamt positiv aus: Sieben der zehn getesteten Fahrzeuge erhielten die Gesamtnote „gut“.
Testsieger wurde der Segway Ninebot F3 Pro D mit der Note 2,0. Das Modell überzeugte mit komfortablem Fahrverhalten, gut abgestimmten Bremsen, heller Beleuchtung sowie einem übersichtlichen Display und einer umfangreichen App. Kritik gab es lediglich an der langen Ladezeit des Akkus von mehr als acht Stunden.
Deutlich schlechter schnitten der Navee N65i II und der Streetbooster Sirius ab. Beide erhielten die Note 4,5, nachdem bei der Belastungsprüfung der Lenker gebrochen war. Nach Angaben des ADAC orientierte sich der Automobilclub dabei an höheren Anforderungen als gesetzlich vorgeschrieben, um die Belastungen im Alltag besser abzubilden.
Auch bei den Reichweiten stellte der ADAC teils erhebliche Abweichungen zu den Herstellerangaben fest. So erreichte der Odys Ultron i75 im Test knapp 48 statt der beworbenen bis zu 75 Kilometer.
Verbesserungsbedarf sehen die Tester außerdem bei der Beleuchtung. Beim SoFlow-Modell blendete das Frontlicht den Gegenverkehr, zudem waren die Blinker einiger Scooter seitlich nur schwer zu erkennen.
Vor dem Kauf empfiehlt der ADAC, das persönliche Einsatzgebiet zu berücksichtigen und möglichst eine Probefahrt zu machen. Unabhängig vom Modell rät der Automobilclub außerdem, beim Fahren stets einen Helm zu tragen, da bei E-Scooter-Unfällen häufig Kopf- und Gesichtsverletzungen auftreten.
Die vollständigen Testergebnisse gibt es unter www.adac.de.
Quelle:
ADAC