23.02.2026
Schwarzer Gürtel als Etappenziel: Weilburger Karatekas stellen sich der nächsten Dan-Prüfung im Juni
Karate Dojo Weilburg
Die Karateka aus Weilburg und Zwingenberg mit den Prüfern Hermann Schmidt rechts und Jörg Rippert links Uwe Dombach
Für Karateka ist er ein besonderer Moment auf einem langen Weg: der schwarze Gürtel. Im Durchschnitt dauert es rund zehn Jahre kontinuierlichen Trainings, bis der erste Dan erreicht wird. Nun stellen sich gleich acht Sportlerinnen und Sportler der Kampfsportabteilung des T.V. Weilburg dieser Herausforderung. Die Dan-Prüfung selbst findet am 13. und 14. Juni in der Windhofhalle in Weilburg statt.
Der erste Dan markiert im Karate keinen Abschluss, sondern den Beginn eines neuen Lernabschnitts. Zwei Schüler des Gymnasiums Philippinum Weilburg aus den Jahrgangsstufen 12 und 13 treten zu dieser Prüfung an. Vier weitere Karateka wollen den zweiten Dan erreichen, während sich zwei erfahrene Sportler sogar der Prüfung zum dritten Dan stellen – ein Schritt, der neben technischem Können vor allem jahrelange Erfahrung und persönliche Reifung voraussetzt.
Zwischen den einzelnen Dan-Graden liegen bewusst mehrjährige Wartezeiten, meist etwa drei Jahre. Diese Zeit dient nicht allein dem Training neuer Techniken, sondern vor allem der persönlichen und sportlichen Weiterentwicklung. Karate wird von vielen Übenden als Lebenseinstellung verstanden, die Geduld, Disziplin und innere Reife verlangt. Der Fortschritt misst sich dabei nicht nur an Bewegungen, sondern auch an Haltung und Charakter.
Die Vorbereitung auf die Prüfung dauerte rund ein Jahr intensiven Trainings. Neben dem regulären Übungsbetrieb stehen zusätzliche Einheiten auf dem Programm, in denen Grundtechniken, Kata und Partneranwendungen vertieft werden. Dabei geht es immer wieder um Präzision, Kontrolle und das Verständnis hinter den Bewegungen.
Wichtige Impulse erhalten die Prüflinge bei mehreren Vorbereitungslehrgängen mit hochrangigen Trainern. Unter der Leitung von Hermann Schmidt aus Ahausen und Jörg Rippert aus Zwingenberg (beide 7. Dan) trainieren die Teilnehmer sowohl in Zwingenberg als auch in der Weilburger Windhofhalle. Die erfahrenen Trainer und späteren Prüfer legen besonderen Wert auf Details, Timing und die richtige innere Haltung – Aspekte, die im Karate mit zunehmendem Grad immer wichtiger werden.
Am Prüfungstag müssen die Karateka dann ihr Können in Grundschule, Kata, Partnerübungen und Freikampf unter Beweis stellen. Dabei geht es weniger um den Vergleich mit anderen als um die eigene Entwicklung und die Frage, wie weit der persönliche Weg im Karate bereits geführt hat.
Für die Kampfsportabteilung des Vereins ist die bevorstehende Prüfung deshalb mehr als ein sportlicher Termin. Sie zeigt, wie kontinuierliches Training, gegenseitige Unterstützung und langfristiges Engagement Früchte tragen. Denn Karate bedeutet für viele nicht nur Sport – sondern einen Weg, der Menschen über viele Jahre begleitet.
Quelle:
Uwe Dombach