04.07.2026
Junge Menschen sollen mit Simulatortraining schneller, sicherer und günstiger zum Führerschein kommen
Virtuelle Fahrschule in Weilburg feiert erfolgreiche Eröffnung
Foto: Weilburg Live
Großer Andrang bei der Eröffnung der Virtuellen Fahrschule in Weilburg: Zahlreiche Besucher kamen Mitte Juni in die Bahnhofstraße, um sich ein Bild vom neuen Ausbildungskonzept von Gründer Andre Falck zu machen. Viele Gäste erwarteten zunächst eine besonders moderne Fahrschule. Tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch ein umfassendes Vorbereitungsprogramm für angehende Fahrschüler.
Nach den Grußworten von Bürgermeister Dr. Johannes Harnisch, der Vorsitzenden des Europäischen Instituts für Neurodivergenz, Sabine Buch, sowie der Landesvorsitzenden der Wirtschaftsjunioren, Nathalie Jung, stellte Andre Falck sein Projekt ausführlich vor. Spätestens danach war vielen Besuchern klar, welchen Ansatz die Virtuelle Fahrschule verfolgt.
Das Konzept richtet sich an junge Menschen, die bereits vor Beginn der klassischen Fahrschulausbildung grundlegende Erfahrungen sammeln möchten. Mithilfe eines Fahrsimulators und praktischer Übungen auf dem Verkehrsübungsplatz sollen Wahrnehmung und Fahrpraxis frühzeitig trainiert werden. Ziel ist es, den Einstieg in die spätere Fahrschule zu erleichtern und die Zahl der benötigten Fahrstunden zu reduzieren.
Nach Angaben von Andre Falck soll das zunächst in Weilburg gestartete Angebot künftig auch landes- und bundesweit ausgebaut werden. Für den Gründer steht dabei vor allem die Chancengleichheit im Mittelpunkt. Wer sich eine zusätzliche Vorbereitung leisten könne, bestehe häufig schneller und günstiger die Fahrschule. Andere müssten dagegen mit deutlich höheren Ausbildungskosten rechnen oder brächen den Führerschein sogar ab.
Mit der Virtuellen Fahrschule möchte Falck mehr Planungssicherheit schaffen. Sein Ziel ist es, die Gesamtkosten für den Führerschein möglichst unter 3.000 Euro zu halten. Etwa 1.000 Euro sollen dabei auf die Vorbereitung am Simulator und auf dem Verkehrsübungsplatz entfallen, rund 2.000 Euro auf die anschließende klassische Fahrschulausbildung.
Von einer umfassenden Führerscheinreform erwartet Falck dagegen nur begrenzte Verbesserungen. Zusätzliche Bürokratie, Simulatorpflichten oder Apps allein würden aus seiner Sicht die Motivation der Fahrschüler nicht erhöhen, könnten aber die Ausbildung weiter verteuern.
Wer sich beraten lassen oder kostenlos eine Runde im Simulator drehen möchte, kann unkompliziert online einen Termin buchen. Und ein kleiner Anreiz wartet noch: Es gibt weiterhin Gewinne aus dem Eröffnungsgewinnspiel.
Foto: Weilburg Live
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Quelle:
Weilburg Live